Neuer Anlauf für Parkplatzbewirtschaftung in der Region Gantrisch

Unten Nebel, oben Sonne – das bedeutet für die Region Gantrisch regelmässig Tausende von Ausflüglern, Hunderte von Autos und Verkehrschaos. Kostenpflichtige Parkplätze sind in der Region aber umstritten. Jetzt liegt eine neue Lösung auf dem Tisch.

Die Region Gantrisch an einem schönen Wintertag mit vielen Autos am Strassenrand.

Bildlegende: Viel Verkehr und ein Parkplatz-Gewühl: Die Region Gantrisch an einem schönen Wintertag. zvg André Roggli

Der «Projektausschuss Parkplatzbewirtschaftung» im Gebiet Gantrisch schlägt noch gut 1200 Parkfelder auf 19 Parkplätzen vor. Und diese stehen nur noch in zwei Schwerpunktgebieten des beliebten Ausflugsziels, nämlich Wasserscheide/Gurnigelpass und Schwarzenbühl/Selital.

Diese abgespeckte Variante ist die Konsequenz daraus, dass zwei von vier Gemeinden, nämlich Guggisberg und Riggisberg, bei der Parkplatzbewirtschaftung nicht mitmachen. Ob der zweite Anlauf Erfolg hat, entscheiden nun die Gemeinden Rüeggisberg und Rüschegg im Dezember. Es geht um Verträge, Betriebsreglement und Parktarife.

Knacknuss Einheimische ist gelöst

Eine Antwort hat der Ausschuss auch für die Einheimischen und Anwohner. Sie können eine vergünstigte Parkkarte beziehen. Für die Beschäftigten der Alpwirtschaft gibt es Gratisparkplätze. Die Parkplatz-Infrastruktur wie Ticketautomaten in der Grössenordnung von 280'000 Franken müssen die beiden Gemeinden vorfinanzieren. Ein neuer Verein Gantrischparking soll die Bewirtschaftung übernehmen.

Es braucht eine Trägerschaft und Geld

Die Region ist selbst unter Druck, bei den ehemaligen Panzerplattformen zu reagieren. Die Armee braucht diese Schiessplätze nicht mehr, ein beträchtlicher Teil der Parkplätze ist aber auf diesen Flächen vorgesehen.

Wenn die Gemeinden diese nicht übernehmen, werden sie geschlossen. «Wir brauchen also auch Geld, um diese Parkplätze zu unterhalten und zu bewirtschaften», sagt der Leiter des Projektausschusses, der Rüschegger Gemeinderat André Roggli.

Er rechnet damit, dass die Bewirtschaftung pro Jahr etwa 20'000 Franken abwirft. «Geld verdienen ist nicht das Ziel. Sondern wir wollen die Kosten decken, die sonst aus Steuergeldern bezahlt werden. Dazu kommt, dass wir einen besseren Service bieten wollen.»

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