Noch mehr Böden in Freiburgs Altstadt mit Schwermetall belastet

Der Kanton hat in den letzten zwei Jahren insgesamt 25 Standorte untersucht. Bei 15 davon besteht ein potentielles Gesundheitsrisiko, bei zwei Gemüsegärten gar eine Gesundheitsgefährdung. Die Quelle ist unklar.

Satelittenbild

Bildlegende: An zahlreichen Standorten in der Altstadt sind die Grenzwerte überschritten (orangefarbene und rote Punkte). zvg

Jemand erntet Nüsslersalat.

Bildlegende: Blattgemüse, zum Beispiel Nüsslisalat, dürfen nicht mehr angepflanzt werden. Keystone

Blei, Zink oder Quecksilber: Bei ergänzenden Bodenproben in der Altstadt von Freiburg 2013 und 2014 wurden erneut allerlei Schwermetalle gefunden. Bereits 2011 und 2012 wurden verseuchte Parzellen entdeckt. Die Quelle der Verschmutzungen ist nach wie vor unklar.

«Denkbar sind Pestizide oder Dünger, oder dass die Besitzer auf den Parzellen Abfall verbrannt haben», mutmasst Marc Chardonnens, Vorsteher des kantonalen Amtes für Umwelt. Klarheit soll ein spezialisiertes Ingenieurbüro schaffen, welches mit der Eruierung der Quellen beauftragt wurde.

Bis klar ist, woher die Giftstoffe kommen und was mit den Böden geschieht, müssen die Besitzer Einschränkungen in Kauf nehmen. «Für Kinder ist das Spielen auf diesen Parzellen tabu, und auch Blatt- oder Wurzelgemüse dürfen nicht mehr angepflanzt werden», so Marc Chardonnens.

Seit Beginn der Bodenproben 2011 hat der Kanton mittlerweile 53 Standorte in der Stadt Freiburg untersucht. Bei mehr als der Hälfte davon wurden im Boden Schwermetalle gefunden.

Verschmutzte Böden in Freiburg