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Olympische Winterspiele 2026 Walliser Staatsrat: Kostenrisiko ist begrenzt

Legende: Video Walliser Olympiakosten abspielen. Laufzeit 4:55 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.11.2017.

Das finanzielle Risiko eines möglichen Defizits bei einer allfälligen Durchführung der Olympischen Winterspiele 2026 im Wallis ist begrenzt. Für die Kandidatur seien keine grossen Infrastrukturbauten vorgesehen. So sieht das die Walliser Kantonsregierung, die vor den Medien in Sion/Sitten mehr Details zum Projekt bekanntgab.

Für den Bau neuer Infrastrukturen werde der Kanton Wallis maximal 60 Millionen Franken aufwenden, sagte Finanzdirektor Roberto Schmidt (CSP). Zu den Hauptinvestitionen gehöre für 20 Millionen Franken die Sanierung des Freizeitzentrums in Fiesch im Goms zur Unterbringung von Athleten.

Für den Langlauf im Obergoms sind 12 Millionen Franken vorgesehen, und der Bau des Zielstadions in Crans-Montana kostet 30 Millionen Franken.

Budgetposten Sicherheit

Noch offen ist die Beteiligung des Kantons Wallis an den Sicherheitskosten von insgesamt 303 Millionen Franken. Für diesen Aufwandposten hat der Walliser Sicherheitsdirektor Frédéric Favre (FDP) die anderen Kantone zur Solidarität aufgerufen.

Nach Abzug des Bundesbeitrags fallen noch rund 174 Millionen Franken zulasten der Kantone an. Wie bei der Fussball-Europameisterschaft 2008 sollen diese Kosten auf alle Kantone aufgeteilt werden und nicht nur von den fünf Kantonen Wallis, Waadt, Bern, Freiburg und Graubünden bezahlt werden, in denen die Wettkämpfe ausgetragen werden. Favre will nun mit den anderen Kantonen über einen Verteilschlüssel verhandeln.

Defizitrisiko liegt bei Privaten

Kein Risiko sieht Favre bei einem allfälligen Defizit. Dieses liege juristisch bei den Unterzeichnern des Vertrages mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK). Diese Organisation für die Winterspiele 2026 sei eine private Organisation.

Die Frage eines Defizites stelle sich aber nicht, weil für die Kandidatur von Sion 2026 keine grossen Infrastrukturbauten vorgesehen seien. Bei anderen Austragungsorten wie Sotschi in Russland sei es vor allem im Bereich Infrastruktur zu Kostenüberschreitungen gekommen. Dieses Risiko gebe es bei der Westschweizer Kandidatur nicht, hielt Favre fest.

Volksabstimmung im Juni

Die Walliser Stimmberechtigten sollen am 10. Juni 2018 über den gesamten Betrag der Kantonsbeteiligung für Infrastruktur und Sicherheit abstimmen.

Bis Anfang 2019 muss das Kandidatur-Dossier für Sion 2026 beim IOK eingereicht werden. Das Komitee wählt den Austragungsort für die Winterspiele 2026 im Oktober 2019.

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