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Bern Freiburg Wallis Papst soll die Freiburgerin Marguerite Bays heiligsprechen

Das Bistum Lausanne, Freiburg und Genf hat jahrelang untersucht, ob Marguerite Bays aus dem freiburgischen Siviriez ein Wunder vollbracht hat oder nicht. Nun wird das Dossier nach Rom zu Papst Franziskus geschickt. Er entscheidet.

Es war ein Traktorunfall 1998. Norbert Baudois musste zusehen, wie seine zweijährige Enkelin Virginie unter die grossen Räder eines Traktors kam. «Ich dachte, sie ist tot», sagte er in einem Film. In diesem Schreckensmoment rief er Marguerite Bays um Hilfe. Seine Enkelin blieb unversehrt. Ist dieser Vorfall ein Wunder oder kann man ihn wissenschaftlich erklären? Das war Gegenstand der Untersuchung.

15 Jahre lang wurden Beweise gesammelt. Das Bistum hat eine Art Gericht einberufen. Ein Kirchenanwalt in der Rolle als «Anwalt des Teufels» musste das Wunder widerlegen. Ein anderer Anwalt verteidigte Marguerite Bays. Experten wurden beigezogen. So wurde beispielsweise eine Expertise über das Wetter erstellt, das 1998 geherrscht hat und abgeklärt, ob dies ein Einfluss hatte auf den Unfall. Nun hat das Bistum das Dossier nach Rom geschickt. Dort wird es die Kongregation, bestehend aus Bischöfen und Kardinälen, begutachten. Die Heiligsprechung ist jedoch Sache des Papstes.

Fromm aber weltlich

Marguerite Bays wurde vor 200 Jahren in Siviriez geboren. Die Schneiderin und Bäuerin erkrankte an Krebs und wurde geheilt. Sie half ihr Leben lang den kranken Menschen und kümmerte sich um die Waisenkinder, die bei den Bauern platziert wurden. Sie fühlte sich dem Franziskaner Orden zugeneigt, trat aber nie in ein Kloster ein. Trotzdem blieb sie unverheiratet, was damals nicht üblich war. Marguerite Bays werden nach ihrem Tod zwei Wunder nachgesagt. Jährlich pilgern zehntausende von Gläubigen zu ihrem Elternhaus in einem Weiler ausserhalb von Siviriez.

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