Radikale Kurskorrektur im Museum in Roggwil

Erst seit einigen Wochen ist die Bromer Art Collection geöffnet. Bisher blieb das Publikum aus. Nun ändert einiges.

Modernes Gebäude mit Teich - das Museum in Roggwil.

Bildlegende: Die Bromer Art Collection zieht nur wenig Publikum an. zvg

Nach nur drei Monaten erfährt die Bromer Art Collection in Roggwil bereits eine radikale Kurskorrektur. Kurator Christian Herren verlässt das Haus, Besitzer René Brogli setzt künftig auf den Kunsthandel und zeigt in seinem Museum vorab Werke aus der eigenen Sammlung. Das teilte die Bromer Art Collection am Mittwoch mit.

Zur Begründung hiess es, die Besucherzahlen seien seit der Eröffnung im April weit hinter den Erwartungen geblieben. Es lasse sich «realistischerweise auch kein Trend erkennen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändert», erklärte Brogli gemäss Communiqué. Das Haus, eines der grössten privaten Kunstmuseen der Schweiz, war Mitte April mit grossem Brimborium eröffnet worden.

Das Museum mit seinen 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde in den letzten zwei Jahren erstellt, auf dem Gelände des abgebrannten Traditionsgasthofs Kaltenherberge. Das Kunst-Wort «Bromer» setzt sich aus den ersten drei Buchstaben der Nachnamen von René Brogli und seiner Frau Rita Merkhofer zusammen.