Revidierte Jagdverordnung stösst im Wallis auf Kritik

Die Kantone und die Umweltorganisationen unterstützen den verstärkten Herdenschutz, wie er in der neuen Jagdverordnung vorgesehen ist. Bei den Walliser Schäfern hingegen stossen die Vorschläge auf Kritik.

Ein Rudel von Wölfen

Bildlegende: Der Bund will deutlich mehr Geld für den Herdenschutz ausgeben, damit Nutztiere besser vor Wölfen geschützt werden. Keystone/Symbolbild

Derzeit zahlt das Bundesamt für Umwelt 850'000 Franken im Jahr
für die Beratung der Kantone im Herdenschutz und 400'000 Franken
Subventionen für rund 170 Schutzhunde. Bis 2016 sollen es fast doppelt so viele sein. Die Bundesbeiträge für den Herdenschutz sollen
bis dahin auf 2,15 Millionen Franken erhöht werden.

Der Walliser WWF-Vertreter Kurt Eichenberger begrüsst diese Entwicklung. Allerdings müssten nicht nur Herdenschutzhunde sondern auch genügend Hirte ausgebildet werden. «Herdenschutz steht und fällt mit guten Hirten. Davon gibt es in der Schweiz viel zu wenige.»

Beim Oberwalliser Schwarznasenschaf-Zuchtverband hat man kein Verständnis dafür, dass sich der Bund auch in der revidierten Jagdverordnung schützend vor den Wolf stellt. Schafzüchter Daniel Steiner: «Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht.»