SAC übt Kritik am Grindelwaldner Bergbahnprojekt

Der Zentralvorstand des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) findet das sogenannte V-Bahn-Projekt der Jungfrau- und der Männlichenbahnen im Raum Grindelwald grundsätzlich gut. Er kritisiert jedoch jene Linienführung, welche die uneingeschränkte Sicht auf die Eigernordwand stört.

Touristen stehen am Fusse der Eigernordwand.

Bildlegende: Kritik an der Linienführung: Der SAC möchte nicht, dass eine Gondelbahn am Fuss der Eigernordwand das Gesamtbild stört. Keystone

Mit der Linienführung der 27-er Gondelbahn zur Bergstation Eigergletscher ist der SAC nicht glücklich. Im obersten Teil der Strecke führe die Bahn direkt unter der Eigernordwand entlang, schreibt der SAC in einer Mitteilung vom Freitag. Das beeinträchtige die Sicht auf den Fuss der Eigernordwand. Angesichts der Bedeutung dieser Wand für die Bergsportgeschichte sei dies problematisch. Der SAC empfiehlt deshalb den beiden Unternehmen, die Linienführung für diesen sogenannten Eiger-Express zu überprüfen.

Die Jungfrau- und die Männlichenbahnen wollen 200 Millionen Franken in die zwei neuen Gondelbahnen von Grindelwald-Grund zum Eigergletscher und zum Männlichen stecken. Das Projekt wurde im vergangenen Dezember vorgestellt. Seit Ende September liegen die für das Projekt nötigen Zonenplananpassungen in Grindelwald zur Mitwirkung auf.