Schlechtes Ostergeschäft für die SAC-Hütten

Für viele SAC-Hütten sind die Osterfeiertage die umsatzstärksten Tage im Jahr. Diesmal ist allerdings nichts geworden aus dem guten Geschäft.

Ansicht der Konkordiahütte.

Bildlegende: Auch in der Konkordiahütte am Aletschgletscher blieben die Gäste über Ostern aus. (Archivbild von 2008) Keystone

Normalerweise macht die Konkordiahütte SAC oberhalb des Aletschgletschers über Ostern so viel Umsatz wie sonst nie. Die Hütte war auch dieses Jahr gut gebucht. Doch am Ende kam fast niemand, sagt Hüttenwart Christoph Sager. «Besonders der Samstag war bitter». Von 150 Gästen meldeten sich 130 ab, am Ende übernachteten bloss fünf Personen. Die übrigen schreckte das schlechte Wetter ab.

Ähnliches melden andere Hütten. Die Hüttenwartin der Hollandiahütte SAC an der Lötschenlücke, Regula Feller, war mit ihren Angestellten die ganze Woche allein. «Wir hatten so starken Wind, dass wir uns beinahe anseilen mussten, um Holz zu holen.»

Späterer Ausgleich gut möglich

Wegen Wind und Neuschnee stieg die Lawinengefahr letzte Woche zeitweise auf Stufe 4 von 5. Deshalb konnte kaum jemand die Hütten verlassen. Die Angestellten müssen bezahlt werden, auch wenn der Umsatz gegen null tendiert.

Der Verlust des Ostergeschäftes könnte allerdings wieder gut gemacht werden. Dank Neuschnee sind die Verhältnisse wieder hochwinterlich, Abfahrten bis ins Tal werden länger möglich sein.