Sie hat an die Bücher und an Burgdorf ihr Herz verloren

Elisabeth Zäch hat in der Septembersession des bernischen Kantonsparlaments dafür gekämpft, dass der Kanton die Planung für die Verkehrssanierung im Emmental durchführt. Trotz ihres Engagements für Burgdorf und das Emmental: als Regionalpolitikerin will sie sich auf keinen Fall verstanden wissen.

Elisabeth Zäch wird im Dezember 62 Jahre alt. Ende Jahr gibt sie ihr Amt als Burgdorfer Stadtpräsidentin ab und will sich wieder - wie sie sagt - ihrem grössten Hobby zuwenden: den Büchern. Sie wird in ihrer Buchhandlung am Kronenplatz in der Burgdorfer Oberstadt wieder Bücher empfehlen und verkaufen. «Bücher geben mir so viel. Dank ihrer Hilfe kann ich in eine ganz andere Welt abtauchen und alles um mich herum vergessen», sagt sie.

Die politische Quereinsteigerin

Elisabeth Zäch schaffte als Quereinsteigerin im Jahr 2000 auf Anhieb den Sprung in die Burgdorfer Stadtregierung. Die SP-Frau erzielte damals ein hervorragendes Ergebnis, auch ohne politischen Leistungsausweis. Im Dezember 2008 wurde sie als Stadtpräsidentin gewählt; 2012 in stiller Wahl im Amt bestätigt.

In ihre Zeit als Stadtpräsidentin von Burgdorf fielen zahlreiche grosse Geschäfte. So musste sie sich dafür einsetzen, dass Burgdorf als Hochschulstandort erhalten bleibt, dass die Verkehrssanierung Emmental auf breite Akzeptanz stösst oder dass für das Schloss und das Kornhaus neue Nutzungen gefunden werden konnten.

Emmentaler Wir-Gefühl

«Alleine hätte ich das nie geschafft», erklärt sie, «viele andere haben mich immer tatkräftig unterstützt.» Die Emmentaler seien bescheiden und zuverlässig. Dies habe ihr für ihre Arbeit als Stadtpräsidentin von Burgdorf den nötigen Rückhalt verschafft. «Wir haben das alles geschafft», betont sie im Gespräch immer wieder.

Für «ihr Burgdorf» - wie Elisabeth Zäch im Gespräch die Stadt liebevoll nennt - wird sie aber trotz ihres Rücktritts als Stadtpräsidentin weiterhin aktiv sein. Sie ist Mitglied im Stiftungsrat des Schlosses Burgdorf und wird dazu beitragen, dass das Kulturdenkmal erhalten und betrieben wird. Geplant ist unter anderem, im historischen Gemäuer eine Jugendherberge einzurichten.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)