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«Sion 2026» Kein Olympia-Fieber im Wallis

Der Bundesrat hat entschieden «Sion 2026» mit fast einer Milliarde Franken zu unterstützen. Im Wallis kommt auch nach diesem Entscheid keine grosse Euphorie auf.

Legende: Audio Kein Olympia-Fieber im Wallis abspielen. Laufzeit 2:11 Minuten.
2:11 min, aus HeuteMorgen vom 19.10.2017.
  • Feuer und Flamme für Olympia 2026 sind im Wallis erst wenige.
  • Die Bedenken drehen sich vielfach um die hohen Kosten.
  • Schon im März waren die Reaktionen verhalten, als Swiss Olympic sich für die Kandidatur von Sion entschied.

Bisher sei von Olympia-Begeisterung nicht viel zu spüren, berichtet SRF-Wallis-Korrespondentin Priska Dellberg. Eine nichtrepräsentative Umfrage ergab, dass für viele die hohen Kosten ein Grund für die Skepsis sind.

Auch Umweltverbände und Linke glauben nicht, dass es Olympia ohne Kostenüberschreitungen gibt, wie SP-Oberwallis-Präsidentin Doris Schmidthalter Näfen sagt. Sie glaubt nicht an einen nachhaltigen Effekt eines solchen Projekts. «Wir werden nichts haben als am Schluss die hohen Kosten und ich glaube nicht, dass die Walliserinnen und Walliser bereit sind, diese zu tragen.»

Wunden nach der Kandidatur 1999

Das Walliser Stimmvolk hat in der Vergangenheit drei Mal Ja gesagt zu Olympischen Winterspielen. Das letzte Mal vor rund 20 Jahren. 1999 gab man sich im Wallis siegessicher. Am Schluss hiess es dann aber nicht Sion, sondern Turin. Das haben viele nicht vergessen, sagt Wallis-Korrespondentin Priska Dellberg. Es brauche also noch Überzeugungsarbeit der Olympia-Befürworter.

Aber es gibt auch Befürworter: Nach der FDP hat auch die CVP verlauten lassen, sie sei grundsätzlich für Olympische Winterspiele im eigenen Kanton. Philipp Matthias Bregy, CVP-Fraktionschef im Kantonsparlament, glaubt, «dass man mit einer Kandidatur der Wirtschaft und dem Tourismus auf lange Sicht helfen kann und die Investitionen deshalb mehr als gerechtfertigt sind.»

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (PalleKalle)
    Man muss sich nur anschauen was aus den letzten Spielen geworden ist. Gigantismus pur und Kosten in astronomischer Höhe. Verdienen werden Bauherren, Immobilienhaie und Andere, für den Normalverbraucher bleiben astronomische Kosten übrig, die dann andere Projekte über Jahre hinaus unmöglich machen. Soll doch BACH und Co. die teuren Spiele finanzieren - der Bürger bitte nicht. Der Wert solcher Events ist doch eh zweifelhaft.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Da wird immer geklagt, der Bund, die Gemeinden müssen sparen. Jetzt aber will der Bund 1 Milliarde Steuergeld verschleudern, die dann schlussendlich den Betrag bei weitem übersteigen. Einen nachhaltigen Effekt werden diese Spiele nicht bringen. Ausserdem müssen wir unsere Umwelt schonen, unsere Berge sind doch kein Rummelplatz. Swiss Olympic denkt blauäugig nur an sich und Profitgier.
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  • Kommentar von Thomas Aeschbacher (Aeschbi)
    Woher kommt dieses Geld? Es ist einfach unglaublich was sich der Bundesrat einmal mehr wieder anmasst. Die Olympischen Spiele sind schlichtweg zu gross geworden und nicht mehr finanzierbar. Das Wort Nachhaltigkeit muss gar nicht mehr erwähnt werden, jedermann weiss inzwischen, dass die Spiele nicht nachhaltig sind, wurde bereits x-mal widerlegt. Es profitieren einmal mehr nur eine Minderheit (Politiker, Bauherren), selbst in den Stadien tummeln sich nur "VIP". Zahlen darf der Bürger, jahrelang.
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