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Solarstrom im Seeland Grosse Unterschiede bei der Versorgung

Im Berner Seeland werden heute 3,9 Prozent des Strombedarfs durch Solaranlagen gedeckt. Bald sollen es 6 Prozent sein.

Photovoltaik auf dem Dach
Legende: Photovoltaikanlagen auf Gebäudedächern: Je nach Gemeinde kommen sie deutlich häufiger vor. Keystone

In Walperswil wird heute über 20 Prozent des Strombedarfs von Solarenergie abgedeckt. Damit liegt die 1000-Seelen Gemeinde im Berner Seeland an der Spitze. Am anderen Ende ist Ligerz; die Gemeinde am Bielersee kann nur ein Prozent des gesamten Bedarfs durch Sonnenenergie abdecken.

Nicht nur im Seeland gibt es grosse Unterschiede, es gibt sie im ganzen Kanton Bern, sagt Urs Muntwyler, Professor für Photovoltaik an der Berner Fachhochschule.

Unterschiedliche Gewichtung

Es habe wohl damit zu tun, dass es je nach Region unterschiedliche Treiber habe, glaubt Urs Muntwyler: «In manchen Regionen des Kantons Bern gibt es Vereinigungen und Unternehmen, die Solarenergie stärker fördern als andere.»

So macht es zum Beispiel die «Solarregion Seeland». Dieses Projekt wurde vom Verein seeland.biel/bienne und dem Verein Solarplattform Seeland ins Leben gerufen. Das Ziel ist, dass bis in zwei Jahren 6,2 Prozent des Energiebedarfs im Seeland durch Solarenergie abgedeckt werden.

Solaranlage in Spiez
Legende: Solaranlage auf dem Neubau der Bibliothek und der Gemeindeverwaltung Spiez. ZVG

Auch in Spiez wird die Solarenergie gefördert, dort macht sich die Genossenschaft «Spiez Solar» dafür stark.

Erste Solarpanels schon 2008

Walperswil wurde bereits vor zehn Jahren aktiv. Damals investierte die Gemeinde in Solaranlagen auf Gemeindeliegenschaften. Gemeindepräsident Christian Mathys erinnert sich: «Damals wurden die Solaranlagen vom Souverän ohne Gegenstimme angenommen.»

Die Gemeinde Walperswil will auch in Zukunft Gas geben. Geplant sei, dass bis in fünf Jahren alle Liegenschaften im Besitz der Gemeinde mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet sind, so Christian Mathys.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Lukas Gubser (Mastplast)
    Eine gute Sache dass so viele mit grossen Dachfläche diesen Weg einschlagen. Ein Problem wird einfach sein das Solar,Wind keine Bandenergie ist und davon benötigen wir mehr als 60% des Gesamtbedarfs. Weiter wird sich Politik und Energiekonzerne gegen den Selbstversorgertrend ausprechen weil damit kein Geld verdient werden kann und an dem scheitert in der heutigen Zeit vieles.
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