Sorgen um das Spital Aarberg

40 Gemeindepräsidenten aus dem Seeland zeigen sich besorgt über die Zukunft des Spitals Aarberg. Sie befürchten einen Abbau von Leistungen. Die Geschäftsleitung von «Spital Netz Bern» findet diese Angst unbegründet.

Fast 40 Gemeindepräsidenten aus dem Seeland wehren sich für ihr Spital Aarberg.

Bildlegende: Gemeindepräsidenten aus dem Seeland kämpfen für den Spitalstandort Aarberg. SRF

Der geplante Zusammenschluss von Spital Netz Bern mit dem Inselspital wirft seinen Schatten bis nach Aarberg. 40 Gemeindepräsidenten befürchten, dass das zum Spital Netz gehörende Regionalspital in Aarberg Leistungen abbauen muss. Dies aufgrund des eingeleiteten Konzentrationsprozesses in der Spitalgruppe.

Die regionalen Politiker appellieren an die Regierung des Kantons Bern, sie solle sich für die Anliegen der Region einsetzen. Die Regionsvertreter sind unsicher, wie sich der Umbau des Spitals Aarberg in ein sogenanntes Portalspital auf das Angebot des Regionalspitals auswirken wird.

Die Gemeindepräsidenten haben sich zur Interessengemeinschaft für das Spital Aarberg zusammengeschlossen. Andreas Hegg, Gemeindepräsident von Lyss,  sagt gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF1, dass die Region in die Entwicklung des Spitalstandorts einbezogen werden solle. «Wir wollen zeigen, dass die Entwicklung rund um das Spital Aarberg in eine Richtung geht, die uns Angst macht», sagt Hegg.

«Absolut unbegründet»

Um das Spital Aarberg müsse man sich keine Sorgen machen, sagt hingegen Bruno Haudenschild von der Geschäftsleitung von Spital Netz Bern. Dass die laufenden Projekte rund um den Zusammenschluss mit dem Inselspital Verunsicherungen auslösen, verstehe er. Doch diese Verunsicherung sei absolut unbegründet. Aarberg habe ein grosses Einzugsgebiet und das Spital sei in der Region gut verankert. «Ich glaube, dass das Spital Aarberg aus dem ganzen Prozess gestärkt hervorgehen wird. Das Grundversorgungsangebot, wie es heute ist, wird aufrecht erhalten bleiben.»