Stadt Bern schafft Koordinationsstelle für Zwischennutzungen

Die Stadt Bern will leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen künftig systematischer einer Zwischennutzung zuführen. Dazu wird eine Koordinationsstelle geschaffen. Sie soll als Drehscheibe für Anbieter und mögliche Zwischennutzer dienen.

Die alte Feuerwehrkaserne im Bild.

Bildlegende: Die alte Feuerwehrkaserne ist eines der bekanntesten Beispiele für eine Zwischennutzung in der Stadt Bern. Jörg André/SRF

In Kürze:

  • Die Koordinationsstelle für Zwischennutzungen wird bei Immobilien Stadt Bern angesiedelt und nimmt Anfang 2016 ihren Betrieb auf.
  • Geplant ist auch eine Web-Plattform, wie der Stadtberner Gemeinderat am Dienstag mitteilte.

Die Koordinationsstelle vermarktet und vermittelt zwischennutzungsfähige Liegenschaften und Flächen der Stadt, soll aber auch privaten Eigentümerinnen und Eigentümern auf freiwilliger Basis zur Verfügung stehen.

Der Gemeinderat hält Zwischennutzungen für sinnvoll, weil damit temporär unterschiedlichste Nutzungsbedürfnisse abgedeckt werden können. Die Flächen und Gebäude seien nicht zuletzt oft auch Orte der Kreativität und werteten Stadtquartiere auf.

Für Zwischennutzungen kommen beispielsweise Gebäude in Frage, die vor einer Gesamtsanierung stehen oder abgerissen werden sollen. Auch Industriebrachen, Gärten oder Grünanlagen, bei denen eine Umnutzung geplant ist, können sich eignen.

So funktioniert es

Zwischennutzungen orientieren sich meist nicht an wirtschaftlichen Kriterien, das Motto lautet viel mehr «günstiger Raum gegen befristete Nutzung».

Eine der momentan bekanntesten Zwischennutzungen in der Stadt Bern ist die alte Feuerwehrkaserne an der Viktoriastrasse.