Stadtberner Materialzentrale endlich profitabel

Die Stadt Bern hat ihre Materialzentrale auf Vordermann gebracht. Sie heisst neu «Logistik Bern» und schreibt endlich schwarze Zahlen, wie Gemeinderat Alexandre Schmidt vor den Medien sagte.

Ein Büroraum.

Bildlegende: Das neue Standardbüromaterial der Stadt Bern. ZVG

96 Jahre lang kümmerte sich die Schul- und Büromaterialzentrale (SBZ) um die Stadtverwaltung und die Schulen. Lange Zeit habe sie unter dem Ruf einer verstaubten Abteilung gelitten, berichtete Schmidt. Die SBZ schrieb zudem rote Zahlen, obwohl sie Ende der 1990er Jahre zum «Profit Center» umgebaut worden war.

Doch die Defizit-Zeiten seien vorbei, erklärte Schmidt. Alleine letztes Jahr habe die SBZ einen Überschuss von fast einer halben Million Franken erwirtschaftet. Das sei auch das Verdienst von Christian Perler, der die Abteilung seit drei Jahren führt.

Ein Hauptproblem war demnach, dass städtische Dienststellen an der SBZ vorbei einkauften, dass die Zentrale mitunter die falschen Produkte und Dienstleistungen anbot - und dass sie Lücken im Sortiment hatte.

Ein Bürostuhl für Gemeinderätin und Sachbearbeiter

Neu gibt es auch einheitliches Büromobiliar für die ganze Verwaltung - also beispielsweise ein Schreibtisch-Modell und einen Bürostuhl-Typ für alle, von der Gemeinderätin bis zum Sachbearbeiter. «Dank dem gebündelten Einkauf sparen wir jährlich rund 350'000 Franken», sagte Schmidt.

«Logistik Bern» will dereinst auch über alle städtischen Dienststellen hinweg Benzin und Heizöl beschaffen. Einsparungen im sechsstelligen Bereich sieht Schmidt zudem beim Kauf und Unterhalt der städtischen Fahrzeuge.