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Unternehmenssteuerreform III Steuererleichterungen für Walliser Firmen

Der Kanton Wallis reagiert mit vielen Steuererleichterungen für Unternehmen auf die Unternehmssteuerreform III. Kanton und Gemeinden müssen mit Mindereinnahmen rechnen.

Turm mit Aufschrift «Lonza», Rohre.
Legende: Kann von der Steuererleichterung profitieren: Das Chemieunternehmen Lonza in Visp. Keystone

Die vorgesehenen Steuererleichterungen für juristische Personen werden den Kanton Wallis über 66 Millionen Franken pro Jahr kosten, die Gemeinden müssen jährlich gar mit mehr als 69 Millionen Franken Steuereinnahmen weniger rechnen. Dafür werde ein Anreiz für Unternehmen geschaffen, um neue Investitionen auszulösen, gab sich der Walliser Finanzdirektor Maurice Tornay am Donnerstag überzeugt.

Gesamtpaket zu Gunsten der Walliser Firmen

Konkret wird die Gewinnsteuer für Unternehmen für Gewinne über 150‘000 Franken von 21,5 auf 15,6 Prozent gesenkt. Für tiefere Gewinne bleibt der Steuersatz wie bisher bei 12,6 Prozent. Innovative Firmen, die in der Forschung und Entwicklung arbeiten und direkt mit der ETH Lausanne oder der Walliser Hochschule HES verknüpft sind, können fünf Jahre lang von jeglichen Steuern befreit werden. Das Gesamtpaket sieht zudem vor, dass die Walliser Unternehmen auch weniger hohe Kapital- und Grundstücksteuern bezahlen müssen.

Der Kanton Wallis ist von der Unternehmenssteuerreform III nur wenig betroffen: Nur eine Handvoll Firmen im Kanton unterstehen derzeit einem Steuerregime, das im Zuge der Unternehmenssteuerreform III abgeschafft werden soll. Trotzdem hat sich der Walliser Finanzdirektor für umfassenden Steuererleichterungen entschieden. Dies ist eine Reaktion auf das Vorgehen der Nachbarkantone, die teils eine massive Senkung der Gewinnsteuer planen.

Unternehmens-steuerreform III

Rund 24'000 Firmen profitieren in der Schweiz von speziellen Steuererleichterungen. Weil die EU und die OECD dies nicht mehr akzeptieren, schafft die Schweiz diese Privilegien ab. Das Volk entscheidet im Februar 2017 an der Urne. Viele Kantone reagieren nun mit Steuererleichterungen – aus Angst, Unternehmen könnten ins Ausland abwandern.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Nach fünf Steuerfreien Jahre verlagern sie den Sitz in einen anderen Kanton oder aus der Schweiz. Wie lange dauert es wohl noch, bis der letzte Schweizer Steuerzahler merkt, dass er gemolken wird? Die Steuerreform hilft am meisten, den Briefkastenfirmen, der Bürger ist derjenige der blutet.
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