Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Stricken ist im Trend - mit alten und neuen Techniken

Überall wird gestrickt: in Zügen, im Park oder im Quartiertreff. Stricken erlebe wieder einen regelrechten Boom, sagt die Bernerin Babette Eymann. Sie führt ein Spezialgeschäft für Garn und ist Strickbloggerin. Mit den Händen etwas erschaffen liege im Trend, bestätigt auch Buchautorin Monika Künti.

Legende: Audio Babette Eymann: «Jeder Tag ohne stricken ist ein verlorener Tag.» (7.4.2014) abspielen. Laufzeit 6:00 Minuten.
6:00 min, aus Regi BE FR VS vom 07.04.2014.

Babette Eymann färbt ihr Garn selber ein. «Nicht mit natürlichen, sondern mit chemischen Farben - auf die herkömmliche Art und Weise», sagt die Strickspezialistin aus der Berner Länggasse und lacht. Seit geraumer Zeit benötigt sie immer mehr von ihrem Garn. «Es gibt einen regelrechten Strickboom und das schlägt sich auch auf die Umsatzzahlen nieder.»

Von ihrem Geschäft kann Eymann jedoch noch nicht leben. Stricken sei ihre Leidenschaft. Diese Leidenschaft teilt sie auch bei wöchentlichen Stricktreffen mit ihren Kundinnen. Männer besuchen die Treffen nie. Wie Babette Eymann erklärt, ist die Nachfrage nach einem Platz am Stricktreffen grösser, als es ihr Ladenlokal zulässt. «Ich musste sogar eine Warteliste eröffnen.»

Bevor in Mitteleuropa gestrickt wurde, wurden Stoffe auch mit der sogenannten Einhänge- und Verschlingtechnik produziert. Dabei wird das Fadenende immer wieder verschlauft, die gesamte Länge des Fadens durch jede einzelne Schlaufe gezogen. «Das Verfahren ist älter als Stricken und benötigt viel, viel mehr Zeit», erklärt Monika Künti, die seit 2003 im Berner Mattequartier ein Atelier führt.

Künti hat nach jahrelangen Nachforschungen und der Pflege des Handwerks kürzlich ein Buch geschrieben: «Einhängen und Verschlingen» heisst das Werk. Für das alte Handwerk wird Fadenmaterial oder jedes andere, ähnlich biegsame Material verarbeitet. Im Atelier in der Berner Altstadt entstehen Körbe, Taschen, Stoffe, Netze und vieles mehr.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.