Zum Inhalt springen
Inhalt

Bern Freiburg Wallis Suchtprobleme sollen früh erkannt werden

Der Kanton Bern schafft eine zentrale Stelle, bei der Behörden suchtbedingte Störungen von Kindern und Jugendlichen melden können.

Legende: Audio Interview mit Barbara Mühlheim (17.06.2013) abspielen. Laufzeit 05:18 Minuten.
05:18 min

Für mögliche Suchtstörungen bei Kindern und Jugendlichen schafft der Kanton Bern eine neue Stelle: Fachleute aus dem Bildungs-, Sozial-, Gesundheits- und Justizwesen können sich ab dem 1. August dort melden, ohne mit dem Datenschutz in Konflikt zu geraten.

Damit soll eine rechtzeitige Intervention ermöglicht werden, bevor die Kinder und Jugendlichen sozial auffällig werden, schreibt der Kanton. Die Stelle erhalte eine wichtige Funktion bei der Fallführung und der Umsetzung von möglichen Massnahmen.

Alkohol oder Tabak ausgenommen

Die neue Meldestelle gilt jedoch nicht für alle Arten von Abhängigkeit. Sie kann nur angerufen werden, wenn Jugendliche Probleme mit einer illegalen Substanz gemäss dem Betäubungsmittelgesetz haben.

Heisst: Wenn Schüler Alkohol- oder Nikotinabhängig werden, können Lehrer oder Sozialarbeiter nichts machen. «Das ist fachlich unsinnig», sagt Barbara Mühlheim, Initiantin der Berner Meldestelle, und fügt hinzu: «Ich wünschte mir, dass das eidgenössische Gesetz hier noch angepasst wird.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.