SVP-Fraktionschef Brand hat die Nase voll von der Parteiarbeit

Peter Brand, langjähriger Fraktionschef der SVP im bernischen Kantonsparlament, hat genug. Nach der März-Session tritt er als Fraktionschef zurück. Die Konsequenz nach partei-internen Kräftemessen.

Albert Rösti, Peter Brand, Luzi Stamm und Werner Salzmann.

Bildlegende: Trügerische Idylle (v.l.n.r.): Albert Rösti, Fraktionschef Peter Brand, Luzi Stamm und Werner Salzmann. Keystone

Peter Brand ist ein Urgestein im bernischen Kantonsparlament. Der SVP-Grossrat ist seit 2008 Fraktionschef, hart in der Sache, klar auf SVP-Kurs, aber rundum akzeptiert. Aber nun gibt er das Fraktionspräsidium auf - und das ist eine Geste des Protests, wie die Zeitung «Der Bund» am Freitag schreibt.

Dass die Partei alles daran setzte, ihn für die Regierungsrats-Ersatzwahlen vom 28. Februar zu verhindern, hat ihm den Bogen gegeben. Zuvor war er bei der Wahl um das kantonale Parteipräsidium gescheitert, bei den Ständeratswahlen zog er sich nach der Nomination von Albert Rösti zurück. Seine Nachfolgerin als Fraktionschefin soll die Sigriswiler Grossrätin Madeleine Amstutz werden.

Peter Brand will als Grossrat die Legislatur noch beenden - danach ist seine politische Karriere abgeschlossen, weil er aufgrund der parteiinternen Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten darf.