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Bern Freiburg Wallis Taser-Einsatz gegen bewaffneten Klienten auf Berner Amt

Ein Mann hat am Vormittag im Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern einen Dolch gezückt und sich geweigert, die Amtsstelle zu verlassen. Die Polizei musste eine Elektroschock-Pistole einsetzen, um den 55-Jährigen zu entwaffnen.

Das betroffene Gebäude von aussen.
Legende: Das Gebäude an der Predigergasse in Bern. Google Streetview

Ein Mann mit psychischen Problemen hatte sich am Mittwochmorgen kurz vor 9 Uhr am Schalter des städtischen Amtes Bern aufgehalten, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Als er sich weigerte, die Amtsstelle zu verlassen, alarmierten Mitarbeiter die Polizei.

Die Einsatzkräfte trafen vor Ort auf den Mann, «der beim Erblicken der Polizisten sogleich einen Dolch zückte», so die Polizei.

Nachdem ein gezielter Pfeffersprayeinsatz nichts nützte, wurde eine Spezialeinheit angefordert. Diese setzte den 55-Jährigen mit einem Elektro-Taser ausser Gefecht. Er wurde zur medizinischen Kontrolle in ein Spital gebracht und anschliessend «einer geeigneten Institution zugeführt».

Seit Jahren Klient beim Amt

Amtsleiterin Ester Meier sagte gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF: «Es handelt sich um einen Klienten, den wir schon seit Jahren betreuen.»

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich hinter Glasscheiben, wie Amtsleiterin Ester Meier auf Anfrage sagte. Dort waren sie geschützt. Zwischenfälle im Amt gebe es immer wieder, sagte Meier Bühler. Allerdings habe es in ihrer zwölfjährigen Amtszeit noch nie einen derartigen Vorfall gegeben.

Das Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern arbeitet im Auftrag der kantonalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Hofer, Bern
    Ein Amt das an Inkompetenz und Parteinahme seinesgleichen sucht. Mails und Briefe bleiben oft unbeantwortet. Viele „Fachpersonen“ sind ständig krankgeschrieben, so werden die Dossiers unter Mitarbeitern hin und hergeschoben und entscheidendes Vorwissen geht verloren. Die Kenntnis komplexerer oder umfangreicherer Dossiers erweist sich rasch als rein oberflächlich. Fazit: ausser Frust und Ohnmacht, produziert dieses Amt so gut wie nichts; zugleich hat es eine unglaubliche Entscheidungsgewalt.
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Solche Missstände sind leider viel zu oft auch auf anderen Ämtern anzutreffen. Dass es immer wieder mal zu Ausrastern seitens der betroffenen Bürger kommt, erstaunt daher kaum. Wenig gebracht hat diesbezüglich auch die Abschaffung des Beamtenstatus. Wegen des Leistungslohns hat die Flut an neuen Vorschriften und Verordnungen sogar noch zugenommen. Ausmisten wäre dringend nötig!
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