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Bern Freiburg Wallis Tessiner baut den Briger Bahnhofplatz neu

Das neue Gesicht des Bahnhofplatzes in Brig wird von einem Team um den Tessiner Architekten Luigi Snozzi gestaltet. Sein Projekt heisst «Linie».

Grafik
Legende: So soll der Bahnhofplatz Brig künftig aussehen. zvg

Die Stadtgemeinde Brig-Glis, die Gemeinde Naters, Matterhorn Gotthard Bahn, PostAuto und SBB haben im Oktober gemeinsam den Projektwettbewerb für die Neugestaltung des Bahnhofplatzes Brig ausgeschrieben. Eine 11-köpfige Jury wählte aus 43 eingegangenen Bewerbungen zehn Teams. Jedes Team setzte sich aus einem Architekten, einem Landschaftsarchitekten und einem Tragwerksplaner zusammen und hatte drei Monate Zeit, um sein Projekt einzureichen.

Der Auftrag

Im Namen der Jury würdigt Stadtarchitekt Roland Imhof das Engagement und die Leistungen aller Wettbewerbsteams: «Es galt, einen Bahnhofplatz zu gestalten, der sowohl wirtschaftliche, technische und funktionale Anforderungen erfüllt, als auch ästhetisch ansprechend, zeitlos und robust in Erscheinung tritt.»

Der Sieger

Der Entscheid der Jury fiel schliesslich auf das Projekt «Linie» unter der Federführung von Architekt Luigi Snozzi aus Locarno. Die Jury beschreibt das Projekt als elegant ausgemessen, leicht und doch robust, zeitlos und nicht modisch, sowohl durchlässig als auch lichtdurchflutet und schliesslich einfach, aber dennoch vielschichtig. Auf zurückhaltende und dennoch klare Weise gehe das Projekt auf die historisch gewachsenen Elemente im Bahnhofraum ein, so schreibt es die Projektleitung in einer Mitteilung.

Dem Bahnhof der MGBahn als freistehendes Objekt zwischen Stadt- und Dammkante kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Dessen Überdachung besteht eigentlich aus zwei Perron-Dächern, lässt jedoch die Wahrnehmung eines einzigen Dachs zu. Den langgestreckten Schlitz zwischen den zwei Dächern bezeichnet das Team um Luigi Snozzi als «Linie». Es stellt eine Art Auge dar, das Tageslicht einlässt und Sichten in die umliegende Berglandschaft ermöglicht.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Müller, Bern
    Sind technische und funktionale Anforderungen, wie für den Auftrag verlangt, mit dem Siegesprojekt wirklich abgedeckt? Gilt ja, scheint wohl die Sicherheit für die Jury kein Aspekt funktionaler Anforderung zu sein. Schliesslich ist die Problematik Übergang von Strasse sowie Bahntrasse MGB für Fussgänger nach wie vor ignoriert worden. Anstatt Geld für Unterführung oder anderer Übergangsmöglichkeit an besagter Stelle zu sparen, wird unnötig in weniger funktionale teure Granitplatten investiert.
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Bei schönem Wetter super, bei schlechtem Wetter, z.B. Regen, mit Schirm und zwei Koffer / Taschen, d.h. es fehlt eine Hand, wird es eng. Weiter geht es nicht trockenen Fusses, bzw. Kopfes hinüber zur MGBahn. Das braucht den Architekten so wenig zu stören, wie Architekten, die Küchen bauen in denen sie nie kochen müssen!
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