Tram Ostermundigen: Die Hauptverantwortung liegt nun beim Kanton

Die Gemeinde Ostermundigen hat sich im zweiten Anlauf für ein Tram ausgesprochen. Das deutliche Ja zählt allerdings nur bedingt. Denn: Auch der Kanton Bern und die Berner Stadtbevölkerung müssen noch über das Projekt entscheiden.

Gut eineinhalb Jahre nach dem Nein zum «Tram Region Bern» hat es nun doch geklappt: Die Mehrheit der Stimmbevölkerung der Gemeinde Ostermundigen stimmte für ein Tram zwischen Bern und Ostermundigen. Die 10er-Busse, die zu Stosszeiten proppenvoll sind, sollen also ersetzt werden.

Wann, das ist allerdings noch nicht klar. Denn, ob das Tramprojekt effektiv realisiert wird, liegt in den Händen des Kantons Bern und der Stadtberner Stimmbevölkerung.

Zu sehen ist ein 10er Bus.

Bildlegende: «Das Tram steht in Konkurrenz mit anderen Grossprojekten», sagt Barbara Egger, Verkehrsdirektorin des Kantons Bern. Leonie Marti/SRF

Ursula Wyss, Verkehrsdirektorin der Stadt Bern, ist da jedoch zuversichtlich: «Die städtische Bevölkerung liebt ihren öffentlichen Verkehr. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir das Projekt auch in einem zweiten Anlauf durchbringen.» Denn bereits bei der ersten Tramvorlage hätten die Stadtbernerinnen -und berner deutlich Ja gesagt.

Die Zustimmung der Berner Stadtbevölkerung nützt aber noch nichts, wenn das Berner Kantonsparlament das Projekt bachab schickt. Und das wäre durchaus möglich. Die Finanzierung sei noch alles andere als gesichert, sagt die kantonale Verkehrsdirektorin Barbara Egger: «Das Tramprojekt wird mit anderen Grossprojekten konkurrenzieren. Was die Finanzierung angeht, fangen wir effektiv wieder bei Null an.»