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Bern Freiburg Wallis Trotz Spardruck – BLS wagt Vorwärtsstrategie

Die BLS will ihr Streckennetz weiter vergrössern. Neues Ziel: Italien. Die Bahn erhofft sich einiges davon.

Der Bahnhof Domodossola mit Gleisanlagen
Legende: BLS will stündlich nach Domodossola fahren. Wikimedia

Einmal pro Stunde soll ein BLS-Zug direkt von Bern nach Domodossola fahren. Die BLS möchte von der SBB auch den Autoverlad durch den Simplon übernehmen. Die dafür nötige Konzession wurde der SBB gerade eben verlängert. Die BLS hat beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen diesen Entscheid eingereicht.

Das Berner Bahnunternehmen versucht also mit aller Kraft zu wachsen und das Netz zu vergrössern – trotz angekündigten Sparmassnahmen.

Bis 2015 will die BLS 50 Millionen Franken einsparen, Entlassungen sind möglich. Trotzdem wählt die BLS eine Vorwärtsstrategie: «Wir könnten mit diesem Ausbau unser Rollmaterial und unser Personal gezielter einsetzen und längerfristig höhere Erträge erwirtschaften», ist BLS-CEO Bernard Guillelmon überzeugt.

Schifffahrt als Vorbild

Schon letztes Jahr wählte die BLS eine Vorwärtsstrategie: Bei der Schifffahrt auf dem Thuner- und dem Brienzersee. Das Unternehmen erhielt recht. Es transportiere 15 Prozent mehr Personen; und wird künftig Mehreinnahmen daraus generieren.

Dieselbe Strategie will das Unternehmen nun auf die Schiene bringen. Frühestens 2015 könnte es klappen – vorausgesetzt, das Bahnunternehmen bekommt die nötige Konzession. Unterstützung erhält die Bahn von der EU: Sie stellte für das Ausschafen des Projekts 580'000 Euro an Fördergelder zur Verfügung.