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Bern Freiburg Wallis Unbekannte sabotieren Lawinenschutz im Obergoms

Im Walliser Dorf Reckingen sorgt ein aussergewöhnlicher Diebstahl für rote Köpfe: Unbekannte haben eine Lawinensprenganlage aufgebrochen und das Solarpanel gestohlen. Der Lawinenschutz funktioniert nicht mehr. Ausgerechnet in Reckingen, wo das verheerendste Lawinenunglück der Schweiz passierte.

Legende: Video «Unbekannte sabotieren Lawinenschutz im Obergoms» abspielen. Laufzeit 4:41 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.11.2013.

«Diese Anlage ist wichtig für die Sicherheit der Leute im Dorf, für die Bahn und die Strasse», ärgert sich Norbert Carlen, Gemeindepräsident der Obergommer Gemeinde Reckingen-Gluringen. «Gerade im Hinblick auf die Geschichte des Dorfes ist so ein Diebstahl unverständlich.»

Konkret geht es um eine Sprenganlage am Hang neben dem Dorf. Dort gibt es keinen Strom. Die Solarpanels werden daher benötigt, um Lawinensprengungen per Fernbedienung auszulösen und damit die Bevölkerung zu schützen.

Schlimmstes Lawinenunglück der Schweiz

«Wenn wir den Lawinenzug nicht auslösen können, ist es möglich, dass wir im Winter zur Sicherheit die Strassen und die Zugslinie sperren müssen», sagt Peter Schwitter vom Wartungsdienst der Lawinensprenganlage in der Sendung «Schweiz aktuell» von SRF. Deshalb mussten am Montag Spezialisten zur Anlage fliegen und die Panels ersetzen.

Im Februar 1970 ging in Reckingen eine verheerende Lawine nieder. Sie bedeckte eine Truppenunterkunft und mehrere Chalets. 30 Personen kamen dabei ums Leben. Bis heute ist es das schlimmste Lawinenunglück, das in der Schweiz je passierte.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Offenbar hat man übersehen, die Anlagesicherheit auch auf 'derartige' Ereignisse einzurichten. Eine automatisiche Alarmierung bei Netz-Aenderungen ist zwar sicher möglich und hätte auch funktioniert, sobald auch nur ein einzelnes Solar-Element aus dem Stromkreis entfernt worden wäre. Aber wahrscheinlich hat kein Mensch daran gedacht, welch wertvolle und nützliche Gegenstände eigentlich an den Verbauungen befestigt wurden, so hat man jetzt den Schaden und die Frau dazu. Selber schuld, meine ich.
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    1. Antwort von Nemo Tenetur, Bern
      Auf mich wirkt es immer etwas befremdend, wenn jemand Opfer / Geschädigter einer Straftat wird, selber Schuld sein soll. Noch sind Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch usw. Straftaten und werden mit Strafe bedroht. Dass man bestohlen wird hingegen, steht meiner bescheidenen Meinung nach nicht unter Strafe.
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