Uni Bern hat Ärger mit der Informatik

Ein neues IT-System, das den gesamten Lehrbetrieb der Uni Bern verwalten sollte, funktioniert mehr schlecht als recht. Die Uni findet das «normal».

Blick in die Bibliothek.

Bildlegende: Der Software an der Universität Bern funktioniert (noch) nicht wie gewünscht. Keystone

Bei einem Informatikprojekt in dieser Grössenordnung müsse man mit Problemen rechnen, sagte Vizerektor Bruno Moretti am Dienstag in der «Berner Zeitung». Es handle sich zudem eher um ein Anwender- als um ein Softwareproblem.

Das System sollte eigentlich den ganzen Lehrbetrieb zentral steuern. Die Software integriert sämtliche studienrelevanten Daten, von der Immatrikulation bis zum Abschlusszeugnis. Die Software wurde im September nach 4 Jahren Vorarbeit eingeführt und von der deutschen IT-Firma QLEO Sience GmbH entwickelt. Seit Anfang an sind Pannen offenbar an der Tagesordnung. Das System deklariert Kurse falsch, Noten verschwinden plötzlich, Veranstaltungen werden gesperrt.

Beim internen Support gingen insgesamt 3000 Meldungen ein. Die Stelle wurde in der Zwischenzeit aufgestockt.