«Valiant» betont die Unabhängigkeit

Die Bankengruppe Valiant hat 2012 minim weniger Gewinn erzielt. Mit 127 Millionen Franken lag der Reingewinn ein halbes Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Operativ fiel das Jahresergebnis der Berner Regionalbankengruppe allerdings deutlich schlechter aus als 2011.

Blick in eine Filiale der Valiant-Bank.

Bildlegende: Geschlossene Türen für Übernahmegespräche: Die Valiant-Bank will unabhängig bleiben. Keystone

Der Bruttogewinn betrug rund 153 Millionen Franken und lag damit 10 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie Valiant am Mittwoch mitteilte. Die Erträge fielen in sämtlichen Geschäftsbereichen niedriger aus als noch 2011.

Die Bankengruppe verwaltete Ende 2012 mit 17,3 Milliarden Franken zudem 0,6 Prozent weniger Kundengelder als im Vorjahr. Valiant führt diesen Rückgang in der Mitteilung auf die Auflösung von Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Kunden zurück. Die Kundenausleihungen nahmen demgegenüber um 0,5 Prozent auf 21,5 Milliarden Franken zu.

Eigenkapital erhöhen und unabhängig bleiben

In einer Medienmitteilung kündigt die Banken-Gruppe an, sie wolle die Eigenkapitalbasis weiter stärken - mit einer Anleihe von 150 Millionen Franken. Und sie betont ihre Unabhängigkeit, dies nachdem kürzlich Gespräche mit der Berner Kantonalbank für Schlagzeilen gesorgt hatten. An der Generalversammlung im Mai stellen sich der Chef des Schweizer Geschäfts des Lebensversicherers Swiss Life, Ivo Furrer, sowie der Wirtschaftsanwalt Christoph B. Bühler zur Wahl in den Verwaltungsrat von Valiant. Dieser wird seit Anfang Jahr vom ehemaligen Post-Chef Jürg Bucher präsidiert.