Viel Lärm um die Stadtberner Kulturstrategie

Die Kulturschaffenden sind unzufrieden: Nicht die Dachorganisation Bekult hat von der Stadt den Auftrag erhalten, die neue Kulturstrategie zu erarbeiten, sondern Franziska Burkhardt, die Leiterin des Kulturzentrums Progr.

Ein Geiger in einem dunklen Raum.

Bildlegende: Welche Strategie für die Stadtberner Kultur? Im Bild ein Streicher von «I Salonisti» bei einem Auftritt im Progr. Matthias Haymoz/SRF

Es sei eine Geringschätzung der Kulturszene, wenn man die Kulturschaffenden für eine solche Strategie nicht miteinbezieht, sagte Christian Pauli, Präsident der Dachorganisation Bekult in der Zeitung «Der Bund». Gegenüber Radio SRF ergänzte er: «Das zeigt uns, dass eine starke Beteiligung der Kulturszene nicht erwünscht ist.»

«Stimmt nicht» - heisst es bei der Stadt Bern auf Anfrage. Natürlich könnten alle ihre Ideen und Vorschläge einbringen. Geplant seien etwa drei Kultur-Konferenzen, mehrere Experten-Runden und dann eine breite Vernehmlassung.

«Es geht um Kultur, nicht um Zwängerei»

Aber ob die Kulturschaffenden unter diesen Bedingungen überhaupt mitmachen wollen? «Selbstverständlich», sagt Christian Pauli. Schlussendlich gehe es darum, eine vernünftige Strategie zu haben. Und Bernhard Giger, der Leiter des Kornhausforums, ergänzt: «Es geht um Kultur, nicht um Zwängerei.»

Franziska Burkhardt konnte auf Anfrage noch nicht sagen, wie sie die neue Kulturstrategie anzugehen gedenkt. Zuerst müsse sie mit ihrer Auftraggeberin, der Stadt Bern, zusammensitzen.