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Kulturhalle Sägegasse Burgdorf Der Sieg der Jugend schmeckt ein bisschen bittersüss

Den Kampf um ein Haus haben die Jungen gewonnen. Jetzt müssen sie noch mit Auflagen und Gesetzen klarkommen.

Jahrzehnte lang haben junge Leute von Burgdorf um einen Kultur- und Jugendraum gekämpft. Jetzt haben sie ihn. Im März 2016 bewilligte der Stadtrat 1,8 Millionen Franken, um die denkmalgeschützte Sägegasse-Turnhalle umzunutzen. Am 13. September 2017 erteilte die Regierungsstatthalterin des Emmentals die Baubewilligung. Eröffnung der «Kulturhalle Sägegasse» ist ein Jahr später.

«Wir freuen uns, dass es gelungen ist. Wir stellen den Jungen das Haus zur Verfügung. Aber es gibt klare Abmachungen und der Rahmen steckt das Gesetz», sagt Gemeinderat und Bildungsdirektor Christoph Grimm (GLP).

Wir müssen ausprobieren, ob wir alle Erwartungen und Sachzwänge erfüllen können.
Autor: Fränzi SchwanderPräsidentin Trägerverein Kulturhalle Sägegasse

Die Stadt macht die Gebäudehülle bereit. Betrieb und Kosten müssen die Betreiber selber stemmen. Mit allen Vorschriften und Sachzwängen, die nun aufgetaucht sind. «Wir sind vielleicht realistischer geworden. Aber auch desillusionierter», bilanziert Fränzi Schwander, Präsidentin des Trägervereins Kulturhalle Sägegasse.

Sie freut sich, wenn das Projekt vom Fleck kommt. Aber zu spüren ist mehr Nachdenklichkeit als Euphorie: «Ich hoffe nicht, dass wir noch scheitern. Aber ich kann niemandem versprechen, dass es funktioniert.»