Reservat im Berner Oberland Wald im Berner Justistal darf ungestört wachsen

Rund um die Schwandflue im Berner Justistal wird der Wald künftig sich selber überlassen: Darauf haben sich die Gemeinde Sigriswil und die Naturschutzorganisation Pro Natura geeinigt. Sie unterzeichneten am Donnerstag einen Vertrag für die Schaffung eines Naturwaldreservats.

Wald, Kühe auf Strasse, von Mann angeführt

Bildlegende: Das Justistal im Berner Oberland ist bekannt für den Chästeilet – hier der Alpabzug im September. Keystone

Ein Naturwaldreservat ist ein Gebiet, in dem auf die wirtschaftliche Nutzung des Waldes verzichtet wird. Wie die Gemeinde Sigriswil, Pro Natura Bern und Pro Natura Schweiz mitteilten, können so die natürlichen Prozesse im Wald ungestört ablaufen.

Das ist für die Artenvielfalt im Wald von grossem Nutzen. Diesen Nutzungsverzicht gilt Pro Natura den Waldbesitzern finanziell ab.

Der Vertrag zwischen der Gemeinde Sigriswil und der Naturschutzorganisation hat eine Geltungsdauer von mindestens 50 Jahren. Das neue Reservat umfasst eine Fläche von 56 Hektaren. Das entspricht etwas über 80 Fussballfeldern.

Schweizweit: 10 Prozent der Waldfläche schützen

Bund und Kantone haben sich laut der Mitteilung zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2030 insgesamt zehn Prozent der Waldfläche der Schweiz unter Schutz zu stellen, die Hälfte davon als Naturreservate.

Sendung zu diesem Artikel