Walliser Gemeinden haben Geld - im Gegensatz zum Kanton

Wie die Walliser Regierung mitteilt, haben die Walliser Gemeinden das Geschäftsjahr 2013 sehr gut bewältigt. Damit entwickelt sich die Finanzsituation der Gemeinden besser als jene des Kantons, der derzeit unter starkem Spardruck steht.

Die Gemeinden haben insgesamt einen Cashflow von fast 375 Millionen erwirtschaftet und netto über 400 Millionen Franken investiert. Der Kanton hat im gleichen Zeitraum rund 200 Millionen Franken netto investiert. Die Nettoverschuldung der Gemeinden ist deutlich tiefer und liegt derzeit netto bei 1187 Franken pro Kopf, jene des Kantons bei 1798 Franken.

In einer Mitteilung vom Dienstag vergleicht der Kanton die Entwicklung der Gemeindefinanzen mit jener der Kantonsfinanzen. Er stellt dabei fest, dass der Aufwand der Gemeinden weniger stark gestiegen ist. Bei den Einnahmen ist es gerade umgekehrt: Diese sind bei den Gemeinden stärker gestiegen als beim Kanton. Dass Finanzdirektor Maurice Tornay die gute Finanzlage der Walliser Gemeinden so stark betont, ist nicht üblich. Grund für diese Kommunikationsstrategie ist der grosse Spardruck. Der Kanton möchte einen Teil seiner Ausgaben auf die Gemeinden abwälzen, um sein eigenes Budget zu entlasten.