Walliser Hotelierpräsident warnt vor «gefährlicher Preisspirale»

Im Wallis haben die Hotelübernachtungen auch im Sommer 2013 abgenommen. Zu schaffen macht den Hoteliers insbesondere der zunehmende Preisdruck.

Schlüssel in einem Hotel.

Bildlegende: Walliser Hoteliers spüren Preisdruck: Viele Zimmer bleiben leer. Keystone

Die Übernachtungen haben dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr in den Walliser Hotels um 4 bis 5 Prozent abgenommen. Während in anderen Tourismusregionen der Schweiz eher eine Zunahme verzeichnet wurde.

Diese Zahlen beunruhigen den Präsidenten des Walliser Hoteliervereins, Pierre André Pannatier, aber nicht. Dafür, so erklärte er am Donnerstag an der Generalversammlung des Walliser Hotelier-Vereins, gebe es einen Grund: Letztes Jahr brachte die Aktion einer Bank über 100'000 Übernachtungen zusätzlich - und damit ein überdurchschnittliches Jahresergebnis. «Wenn wir aber mit dem Jahr davor vergleichen, dann bewegt sich das Ergebnis 2013 etwa im gleichen Rahmen», sagt Pannatier gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Dem Preisdruck nicht nachgeben

Probleme habe man immer noch mit dem harten Schweizer Franken, sagt Pannatier. «Vor allem die Gäste aus Deutschland bleiben aus. Dafür haben wir eine Zunahme aus Ländern ausserhalb des Euro-Raums.» Was Pierre-André Pannatier aber vor allem Sorgen macht, ist der Preisdruck: «Wir stehen im internationalen Vergleich im Konkurrenzkampf mit sehr günstigen Destinationen. Damit setzen uns nicht nur die Touroperater, sondern zunehmend auch die individuell reisenden Gäste unter Druck», sagt der Präsident des Walliser Hoteliervereins. «Sie vergleichen heute ganz einfach im Internet und verlangen entsprechend Prozente. Das ist eine gefährliche Spirale, der man nicht nachgeben sollte.»