Walliser Regierung lanciert neuen Rettungsversuch

Ein neuer Käufer für die Tamoil-Raffinerie in Collombey soll nicht bis Ende März, sondern bis Ende April gesucht werden. Das verlangt der Walliser Staatsrat und will für die 230 Angestellten im Unterwallis mehr Zeit gewinnen. Ihnen droht die Kündigung, weil Tamoil die Raffinerie aufgeben will.

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Entlassungen bei Tamoil

1:43 min, aus Schweiz aktuell vom 29.1.2015

Am Donnerstag trafen sich die Tamoil-Direktion, die Gewerkschaften und Vertreter der Angestellten zu erneuten Gesprächen über die Zukunft der Raffinerie in Collombey. Noch läuft die gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsfrist bei einer Massenentlassung. Weil Tamoil die Raffinerie entweder verkaufen oder schliessen will, droht 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Unterwallis die Kündigung.

Walliser Regierung reist nach Cremona

Erneut meldete sich am Donnerstag auch der Walliser Staatsrat zu Wort. Die Frist für Kaufangebote müsse um einen Monat auf Ende April verlängert werden, betonte der Staatsrat. Um das Fachwissen der Angestellten nicht zu verlieren, bekräftigte die Regierung, dass ein möglicher Rückgriff auf Kurzarbeit ab Mai nicht verworfen werden sollte. Das Kündigungsverfahren solle eingestellt werden.

Die Walliser Regierung befürchtet zudem, dass für die Sicherstellung der Anlagen zu wenig Personal vorhanden sein wird. Zudem will die Walliser Exekutive nach Cremona in die italienische Lombardei reisen, um nützliche Informationen für den Standort Collombey-Muraz zu erlangen.