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Häusliche Gewalt Wem zuhause die Hand ausrutscht, muss zum Gespräch

Diese Täteransprachen bestehen darin, dass zu Hause gewalttätig gewordene Personen vom Statthalter zu einem Gespräch eingeladen werden. Dabei wird untersucht, wieso es zur Gewalt gekommen ist und wie solche Vorfälle künftig vermieden werden können. Auch wird dem Täter vermittelt, dass Gewalt keine Lösung ist und nicht toleriert wird.

Gute Erfahrungen gesammelt

Diese Täteransprachen hat bisher vor allem der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Bern-Mittelland durchgeführt. Er hat damit nach Angaben der Kantonsregierung gute Erfahrungen gemacht. Nun hat das Berner Kantonsparlament das Gesetz entsprechend angepasst und diese Gespräche werden im ganzen Kanton Standard.

Der Besuch der Gespräche war für die mutmasslichen Täterinnen oder Täter bisher freiwillig. Fernbleiben hatte für sie keine Folgen. Das ändert sich jetzt mit der Anpassung des Gesetzes. Nun kann die Polizei die Betroffenen zuhause für das Gespräch abholen.

Weitere Aufgabe für Statthalter

Im Schnellzugstempo und quasi ohne Diskussion verabschiedete der Grosse Rat in einer einzigen Lesung die Änderung des Regierungsstatthalter-Gesetzes. Die Revision regelt auch die Zuständigkeit für gerichtlich bewilligte Räumungen von Liegenschaften neu. Künftig sind kantonal einheitlich die Regierungsstatthalter dafür zuständig.

In diesem Zusammenhang sagte Samuel Leuenberger (BDP/Trubschachen) am Dienstag im Grossen Rat, der Kanton Bern müsse aufpassen, seinen Statthaltern nicht zu viele Aufgaben zu übertragen. Ob für die Statthalterämter zusätzliche Ressourcen vorgesehen seien? Das sei nicht der Fall, sagte der zuständige Regierungsrat Christoph Neuhaus. Es sei möglich, sagte er weiter, dass bei Hausräumungen die Gemeinden versucht sein könnten, künftig Aufgaben den Statthalterämtern zuzuschanzen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Gemperle (PGT)
    Und was macht man mit Kindern die der Mutter mit aller Gewalt ins Schienbein treten,, weil sie vor de Migroskasse das Schöggeli nicht bekommen. Natürlich mit "stämpfelä" und "wichsä" und schreien verbunden Gut die Mutter mit ihrem verzogenen "Saugoof" macht dem Theater ein Ense und gibt dem gewalttätigen Kind das Schöggeli. Muss jetzt das Kind zur "Täteransprache" zum Stadthalter und wird die Mutter dort getröstet und gelobt, dass sie sich alles gefallen lässt?
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  • Kommentar von Beatrice Mosi (AG)
    Regierungsstatthalter? Das ist wohl nicht die ideale Person,für ein solches Gespräch. Dafür ist doch eher der Jugend u.Kinderpsychologe, die ProJuventute oder die Elternberatungsstellen zuständig, ehrlich jetzt,od.der Pfarrer. Die Hilfe benötigen die Eltern, die sind zeitweise eben überfordert, Ihnen zu helfen und neue Wege zeigen, ist gar keine Schande. Zuviel wird mit Gewalt gelöst u.das ist auch schon der Fall,wenn einer erwachsenen Person, die Hand gegen ein Kind/ Jugendlicher ausrutscht.
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