Jura-Autobahn A16 vollendet Wie die Autobahn den Berner Jura zur Agglo-Region macht

Nun sind die 85 Kilometer Autobahn durch den Jura durchgehend offen. Und die Region rückt in Pendler-Distanz zu den grossen Zentren. Das freut nicht alle.

Autos auf einer Hauptstrasse.

Bildlegende: Nonstop-Verkehr in Bévilard: Ein Bild, das nun der Vergangenheit angehört? Brigitte Mader/SRF

Lastwagen, Autos – der gesamte Durchgangsverkehr führte durch die kleinen Dörfer. Mit der Eröffnung des letzten Teilstücks können jetzt auch Bévilard, Malleray und die anderen Dörfer in der Region aufatmen. Die Transjurane entlastet sie vom Durchgangsverkehr.

Blick auf die Baustelle mit drei Kranen

Bildlegende: Auf dieser Industriebrache entstehen 153 neue Wohnungen. Brigitte Mader/SRF

«  Wir sind auf dem Land, aber jetzt nahe bei den Städten. »

Paolo Annoni
Gemeindepräsident Bévilard

Baunternehmer Paolo Annoni vor seiner Baustelle

Bildlegende: Paolo Annoni. Brigitte Mader/SRF

Für das lokale Gewerbe sei das nicht nur gut, befürchtet eine Passantin. Aber praktisch sei es schon, wenn man nun schneller in Biel oder im Jura sei.

Eine andere befürchtet, dass Bévilard und andere Dörfer zu Schlafgemeinden werden könnten. Tatsächlich wird viel gebaut in der Region.

Das freut Bauunternehmer Paolo Annoni. Dort, wo früher eine grosse Werkzeugmaschinenbaufirma stand, entstehen nun 153 Wohnungen. Seine Gemeinde könne so wachsen, sagt Annoni, der auch Gemeindepräsident ist.

«  Die Transjurane war mitentscheidend, dass ich den Job bei Tornos angetreten habe. »

Bruno Edelmann
Finanzchef Tornos

Finanzchef Bruno Edelmann steht vor einem Tornos-Plakat

Bildlegende: Bruno Edelmann. Brigitte Mader/SRF

Die Region um Bévilard rückt aber nicht nur in Pendler-Distanz für jene, die auswärts in den grossen Zentren arbeiten. Die Transjurane bringt auch Pendler in die Region. Zum Beispiel Bruno Edelmann, seit zwei Jahren Finanzchef bei Tornos in Moutier. Er sagt, dass die neue Autobahn Einfluss auf seinen Entscheid hatte, bei Tornos zu arbeiten.

Tornos ist einer der grössten Arbeitgeber in der Region und beschäftigt zahlreiche Pendler – auch aus Frankreich.