«Wie ein Containerschiff im Hafen»

Die neue Energiezentrale Forsthaus hat vier Jahre nach Baubeginn ihren regulären Betrieb aufgenommen. Sie kombiniert Kehrichtverwertung mit der Produktion von Strom und Fernwärme - und beeindruckt durch ihre markante Architektur.

Am Samstag feiert die Bevölkerung im Berner Forsthaus die Eröffnung der neuen Energiezentrale. Für Energie Wasser Bern sei dies ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung, teilt das Unternehmen mit.

Die Anlage verwertet Kehricht, regionales Holz und Erdgas zu Strom, Dampf und Fernwärme. Sie trage deshalb einen Teil zum Atomausstieg der Stadt bei, heisst es in der Mitteilung weiter.

Mit rund 360 Gigawattstunden Stromproduktion pro Jahr deckt die Anlage rund einen Drittel des Stadtberner Strombedarfs.

Am Samstag fand auf dem Areal der Energiezentrale ein Eröffnungsakt statt, verbunden mit einem Fest für die Bevölkerung. 

«Ein Koloss, mitten im Walde»

Die zahlreichen Besucher am Eröffnungsfest zeigten sich vor allem von der markanten Architektur der Energiezentrale beeindruckt.

«Wirklich immens, diese Grösse und so viel Beton», sagte eine Besucherin, und ein weiterer Besucher ergänzte: «Es wirkt riesengross, wie ein Koloss mitten im Walde.»

«Die Architektur ist ein Abbild der inneren Prozesse in der Anlage», sagt Thomas Pulver, einer der beiden Architekten dazu.

«Die Abläufe sind linear, einer nach dem anderen, deshalb ist die Energiezentrale auch so lang und schmal.»

«Wie ein Containerschiff im Hafen»

Marco Graber, der zweite Architekt, vergleicht die Energiezentrale mit einem Containerschiff im Hafen:

Foto der beiden Architekten.

Bildlegende: Die Architekten Marco Graber (l.) und Thomas Pulver vor «ihrer» Energiezentrale. SRF

«Die Anlage hat eine Länge, die an ein Schiff erinnern lässt.»

Ausserdem müss man von der Kommando-zentrale aus jederzeit den Blick nach vorne, zum Eingang haben, aber auch in den Bunker, «ähnlich wie auf der Kommandobrücke eines Schiffes.»