Wieder mehr Zeit fürs Kerngeschäft in den Schulzimmern

Die Lehrerinnen und Lehrer im Kanton Bern sollen sich wieder vermehrt auf den Unterricht konzentrieren können. Der Erziehungsdirektor will in Sachen Schule vermehrt den Menschen ins Zentrum stellen. Dies hat er bei der Vorstellung der neuen kantonalen Bildungsstrategie 2016 klargemacht.

Schüler und Lehrer während dem Unterricht.

Bildlegende: Die Lehrerinnen und Lehrer sollen ihre Zeit und Energie wieder in den Unterricht stecken können.. Keystone (Archiv)

Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver will in den Berner Schulen weiterhin Ruhe und Kontinuität. Nicht Reformen und Projekte stünden deshalb in der neuen Strategie im Vordergrund, sondern die Menschen, sagte Pulver am Freitag an einer Medienkonferenz. In diesem Sinn stehe die Unterrichtsentwicklung in den bernischen Schulen im Zentrum der dritten kantonalen Bildungsstrategie nach jenen von 2005 und 2009.

Lehrpersonen und Schulleitungen sollen sich aktiv an der Weiterentwicklung des Unterrichts beteiligen und Freiräume nutzen können, wenn sie wollen. «Für die Qualität der Schule ist es das Beste, wenn die Lehrpersonen mit Freude und Überzeugung unterrichten.»

Auch der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen sei sehr wichtig.
Der kantonale Erziehungsdirektor will in diesem Zusammenhang am 21. Februar erstmals einen «Tag der Schule» durchführen. Dort sollen Schulen die Gelegenheit haben, sich anderen Schulen zu präsentieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten. Zudem werden in Kurzfilmen Beispiele für eine gute Praxis in den Schulen gezeigt.

Weitere Schwerpunkte der Bildungsstrategie sind die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen der bernischen Lehrkräfte. Es gehe darum, die beschlossenen Lohnmassnahmen umzusetzen und zu schauen, wo der Kanton Bern im interkantonalen Vergleich steht.