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Bern Freiburg Wallis Wifag-Archiv wird öffentlich zugänglich

Das wichtige Stück Berner Industriegeschichte ist neu in der Burgerbibliothek Bern einzusehen. Das Archiv der 2010 geschlossenen Berner Druckmaschinenherstellerin umfasst 28 Laufmeter Schriften und Bilder.

Bild aus dem Jahr 2009. Ein Wifag-Mitarbeiter vor dem Haupteingang.
Legende: Ab 2005 ging es mit der Wifag abwärts. Die über 100-jährige Firmengeschichte wurde nun der Burgerbibliothek übergeben. Keystone

17 der 28 Laufmeter sind Schriftgut, 11 Laufmeter sind Bildmaterial: Rund 70 Fotoalben, 36'000 Negative und Abzüge, 2500 Diapositive und 200 Glasplatten geben Auskunft über eine lange Geschichte des Berner Unternehmens im Wylerquartier.

Die Wifag war 1904 als Winkler, Fallert und Co. in Bern gegründet worden. Aufsehen erregte Winkler 1915 mit ersten Giesswerken, 1917 mit eigenen Schnellpressen und 1919 mit der ersten speziellen Buchdruck-Zeitungsrotation. Die Wifag war vor allem im Bereich Zeitungsdruck lange führend und belieferte Verlagshäuser auf der ganzen Welt.

Nach Jahrzehnten des Erfolgs kam das Ende der Wifag rasant: Um 2005 erlitt sie den ersten markanten Auftragseinbruch, in der Zeitungs- und Wirtschaftskrise mussten am Standort Bern 2009 rund 300 Stellen abgebaut und 2010 die Produktion von Druckmaschinen vollständig eingestellt werden.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Boeglin, Stettlen
    Interessierte Journalisten sollten dieses Archiv durchforsten. Sie werden feststellen, dass Wifag im Jahr 2005 und 2006 zum ersten Mal seit Jahren operativ schwarze Zahlen schrieb. Sie werden überrascht sein, dass Wifag von 2005 bis 2008 in jedem Jahr mehr Druckwerke auslieferte als je zuvor in ihrer Geschichte. Des Ende des sinnvollen eigenständigen Geschäfts mit Neuanlagen begann sich je nach Perspektive 1995 oder 2008 klar abzuzeichnen. "Rasant" ist zumindest im Nachhinein relativ.
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