Will das Kunstmuseum Bern das Gurlitt-Erbe annehmen?

Zwei von einander unabhängige Quellen sagen, das Museum nehme das umstrittene Erbe an. Die Museumsleitung will nichts bestätigen und verweist auf eine Medienkonferenz am Montag.

Das Museum von aussen.

Bildlegende: Das Kunstmuseum Bern - neue Heimat der Gurlitt-Sammlung? Keystone

Das Kunstmuseum Bern will das umstrittene Erbe des deutschen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt annehmen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur DPA - und eine zuverlässige Quelle hat dies gegenüber SRF bestätigt.

Das Kunstmuseum Bern sagt dazu: «Wir bestätigen das unter keinen Umständen», so Kunstmuseums-Sprecherin Ruth Gilgen am Freitag auf Anfrage. Stattdessen verwies sie auf einen auf Montag angesetzten Pressetermin der deutschen Behörden und der Berner Institution in Berlin.

Auch Nazi-Raubkunst?

Das Kunstmuseum Bern war von dem Anfang Mai verstorbenen Kunstsammler Cornelius Gurlitt als Alleinerbin eingesetzt worden. Gurlitt hinterliess eine millionenschwere Kunstsammlung, die mit Raubkunstverdacht belegt ist.

Gurlitts Vater war einer von vier bevorzugten Kunsthändlern des Nazi-Regimes gewesen. Nach dessen Tod hütete Sohn Cornelius die Sammlung in seinen eigenen vier Wänden unter grösster Verschwiegenheit. Manche Werke der Sammlung galten seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen.

Sendung zu diesem Artikel

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Neue Verwirrung um Gurlitt-Erbe

    Aus Tagesschau vom 21.11.2014

    Obwohl das Kunstmuseum Bern noch dementiert: Alles deutet darauf hin, dass das Museum das schwierige Millionenerbe des deutschen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt annimmt. Überraschend erhebt nun aber Gurlitts Cousine Anspruch auf die Bilder.