Quartierverein gegen YB «Wir haben das goldene Los gezogen»

Am Samstag spielt der Quartierverein gegen YB aus der Super League. Der FC freut sich auf ein Fest – und die Einnahmen.

Letzte Hektik vor dem grossen Spiel auf dem Rasen im Berner Spitalacker: Helfer montieren am Rande des Fussballfeldes Werbebanner, installieren Absperrgitter, stellen Festbänke auf. Die Stimmung ist angespannt. «Die Vorbereitungen geben viel zu tun, die Belastung ist hoch», sagt Christoph Schöbi. Der Sportchef des FC Breitenrain freut sich dennoch auf das Spiel: Auf das Fussballfest, aber auch auf die Einnahmen.

«  Der Cup ermöglicht uns ein finanzielles Polster. »

Christoph Schöbi
Sportchef

«Mit YB haben wir das goldene Los gezogen», sagt Christoph Schöbi. Er rechnet mit einem Reingewinn durch Ticket-, Bier- und Wurstverkäufe von 50'000 bis 80'000 Franken. «Für uns ist das viel Geld», so Schöbi. «Unsere Ausgaben das ganze Jahr über sind hoch – gerade auch wegen der Nachwuchsabteilung.»

Die erste Cuprunde

Am Wochenende ist es wieder soweit: In der 1. Hauptrunde des Schweizer Cup messen sich die Profis mit den Amateuren. Sportlich gibt es für die Kleinen in der Regel kaum etwas zu holen, finanziell bleibt meist aber ein kleiner Gewinn. Überraschungen sind in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups selten. In den letzten vier Jahren schaffte es ein einziger Unterklassiger, ein Team aus der Super League auszuschalten. Das war im vergangenen August, als der SC Kriens gegen Thun gewann.

Wegen der hohen Ausgaben des Vereins müssen alle 1100 Mitglieder ihren finanziellen Beitrag leisten. Dies sorgt auch für Kritik. Schöbi lässt aber nicht gelten, dass Eltern für ihre Kinder zu viel bezahlen müssten. «Würden sie eine andere Sportart betreiben oder ein Instrument lernen, wären die Auslagen viel höher.».

Finanziell kommt das Stadtderby gegen YB dem FC Breitenrain also mehr als gelegen. Zu laut darf es aber nicht werden – auf Geheiss des Regierungsstatthalters.