«Wir sind der Nachfrage gefolgt»

Die Stiftung Contact Netz Bern betreut seit 40 Jahren Süchtige im Kanton Bern. Ihr Angebot ist heute so breit gefächert wie ihre Klientel, sagt der stellvertretende Geschäftsleiter Carl Müller.

In den 70er Jahren kümmerte sich die Organisation in der Stadt Bern um drogenabhängige Menschen. In der Zwischenzeit betreuen die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Menschen im Methadonprogramm genauso wie Eltern von jungen Cannabiskonsumenten. Contact Netz Bern ist in den Regionen Bern, Biel, Emmental-Oberaargau und Thun-Berner Oberland tätig.

Heute gebe es eine riesige Bandbreite von Suchtmitteln und damit auch sehr viel mehr Drogenkonsumenten als in den Anfangszeiten, hält der stellvertretende Geschäftsleiter der Stiftung im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF fest. «Drogen sind im Laufe der Zeit zu einem gesellschaftlichen Problem geworden», sagt Carl Müller. Darauf habe die Drogenarbeit reagieren müssen mit zusätzlichen Angeboten.

Finanzsorgen zum Jubiläum

Müller ist überzeugt davon, dass in den nächsten Jahren neue Therapieformen dazukommen werden. Denn jede Generation habe ihre eigenen Suchtmittel, auf die Contact Netz reagieren müsse. Allerdings steht die Stiftung - wie viele andere Institutionen im Kanton Bern - unter grossem Spardruck. Contact Netz muss im Zuge des kantonalen Sparprogramms ASP 14 in der ambulanten Therapie eine Million Franken einsparen.