Walliser Kantonalbank WKB nimmt mehr Geld im Zins- und Devisengeschäft ein

Die Kantonalbank hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 57,7 Millionen Franken erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 1,3 Prozent. Die Bank nahm mehr Geld ein im Zinsgeschäft und im Devisengeschäft.

Ein Gebäude.

Bildlegende: Die Walliser Kantonalbank mit Sitz in Sion (Bild) wurde 1917 gegründet. Keystone

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft zog um 4,3 Prozent auf 165,4 Millionen Franken an.
  • Die Ausleihungen erhöhte die Bank 2016 um 3,7 Prozent auf 11,3 Milliarden Franken.
  • Aus dem Handelsgeschäft (vor allem mit Devisen) resultierte ein Erfolg von 23,8 Millionen.
  • Dagegen warf das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Erfolg von 34,7 Millionen Franken 3,3 Prozent weniger ab.

Weiter musste die WKB eine ausserordentliche Aufwendung vornehmen. die Pensions- und Vorsorgekasse für das Personal der WKB senkt ihren technischen Zinssatz ab 2018 von 2,75 auf 2,00 Prozent.

Bei einem tieferen Zinssatz müssen die Pensionskassen mehr Kapital beiseite legen, um ihre Verpflichtungen decken zu können. Die Senkung des Zinssatzes sowie der Trend zu einer längeren Lebenserwartung bewirkten bei der Pensionskasse einen Kapitalbedarf von 87 Millionen Franken, schreibt die WKB in der Mitteilung.

Das Personal der Bank leistet seinen Beitrag, indem es länger arbeitet: Das ordentliche Rentenalter wird bei gleichen Vorsorgezielen von 62 auf 64 Jahre erhöht. Die Bank beteiligt sich an den Kosten mit einer einmaligen Zuweisung von 11 Millionen Franken.

Der Kanton profitiert

Das Jahresergebnis erlaubt eine höhere Ausschüttung für das Jubiläumsjahr 2017, in dem die Bank ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Ausschüttung soll um 11,1 Prozent auf 3,00 Franken pro Aktie steigen. Davon profitiert der Kanton Wallis, der einen Grossteil der Aktien hält.

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