Wölfe haben wohl die Walliser Hirschjagd beeinflusst

Die Walliser Jäger haben weniger Hirsche geschossen als geplant. Das könnte auch mit der Präsenz der Wölfe zusammenhängen.

Jäger ziehen einen Hirsch von einer Plane.

Bildlegende: Jäger brachten dieses Jahr weniger erlegte Hirsche zur Kontrollstelle. Keystone

Wildhüter und Jäger hatten während der Walliser Hochjagd Ende September beobachtet, dass sich die Wildtiere teils anders verhalten als bisher. Eine Beobachtung, die man im Mittelwallis und in der Augstbordregion gemacht hat, wie der Walliser Jagdchef Peter Scheibler auf Anfrage erklärt.

Abgesehen davon, dass die Wölfe Wildtiere reissen, beeinflussen sie mutmasslich auch die Verteilung des Wildes: «Die Hirsche haben sich wegen dem Wolf vermutlich in Gebiete zurückgezogen, die für Jäger schwerer zugänglich sind», so Scheibler. Dies ist jedoch vorerst eine Hypothese. Die Walliser Dienststelle für Jagd erwartet, dass sie nach den Wildzählungen im nächsten Frühjahr weitere Rückschlüsse ziehen kann.

Hauptgrund für die bloss 1600 erlegten Hirsche - 200 weniger als erwartet - ist jedoch mit Sicherheit nicht der Wolf sondern das warme Wetter: Hirsche bewegen sich weniger und suchen den Schutz des Waldes. So sind sie für die Jäger weniger gut sichtbar.