Bombenfund in Bern Zwei deutsche Granaten im Estrich entdeckt

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Bildlegende: Die beiden gefundenen Granaten sollen aus deutschen Beständen stammen und sollen knapp 80 Jahre alt sein. SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Vermeintlicher Blindgänger-Fund am Mittag in Bern
  • Experten stellen später fest: Es handelt sich um Munition.
  • Granaten sollen aus deutschen Beständen stammen.
  • Wer sie im Estrich einlagerte, wird wohl nicht mehr zu klären sein.

Einen gefährlichen Fund hat ein Siedlungswart im Berner Tiefenauquartier gemacht. Als er den Estrich einer Liegenschaft für eine Sanierung aufräumte, kamen am Mittwoch zwei alte Granaten zum Vorschein. Das Militär machte die Geschosse unschädlich.

Die Meldung über einen vermeintlichen Blindgängerfund in einer Liegenschaft ging um 11.30 Uhr bei der Kantonspolizei Bern ein, wie eine Sprecherin sagte. Danach wurde das Militär aufgeboten, welches für eine fachgerechte Räumung zuständig ist.

Die Spezialeinheit des Kompetenzzentrums für Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung fand eine 7,5 cm Hohlpanzergranate sowie eine Wurfgranate vom Kaliber 5 cm vor, wie Armeesprecher Daniel Reist sagte. Mindestens ein Geschoss war noch zündfähig.

Granaten aus dem Jahr 1938

Das dreistöckige Mehrfamilienhaus unweit des Bahnhofs Tiefenau wurde evakuiert. Danach bargen Fachleute die Granaten und brachten sie am frühen Abend mit einem Spezialtransporter nach Thun. Dort wurden diese gesprengt. Während der Bergung mussten einige Strassen im Quartier kurzzeitig gesperrt werden.

Die Munition stammt aus deutschen Beständen, wie Reist weiter sagte. Datiert wurde sie auf das Jahr 1938. Wer die Geschosse auf dem Estrich deponierte, ist unklar.

Die Gefahr, die von den Granaten ausging, schätzte der Armeesprecher als gering ein. Normalerweise brauche es eine äussere Einwirkung, um diese zu detonieren. Wichtig sei es deshalb, Blindgänger nie zu berühren.

Dass vermeintliche Blindgänger in Wohnhäusern auftauchen ist «nicht alltäglich», so Reist. Häufiger muss die Kampfmittelbeseitigung zu Schiessplätzen ausrücken, um alte Geschosse unschädlich zu machen.