A13 bei Sufers: Massnahmenpaket liegt auf dem Tisch

Nach mehreren schweren Unfällen und Protesten aus der Bevölkerung will das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die Sicherheit auf der A13 verbessern. Bei Sufers ist neu Tempo 80 statt 100 und ein Überholverbot geplant. Spruchreif seien die Pläne aber noch nicht, heisst es beim ASTRA.

Tempo 80, ein Überholverbot, dazu kleine bewegliche Pfosten auf der Mittellinie: Mit diesen Massnahmen unter anderem soll die A13 auf der Höhe von Sufers sicherer werden. Die ideale Lösung, eine Mittelleitplanke, sei nicht möglich, sagt ASTRA-Sprecher Eugenio Sapia. Dafür sei die Nationalstrasse zu schmal.

Bis im Sommer sollten erste Massnahmen umgesetzt werden. Das Projekt, betont der Sprecher, sei jedoch noch nicht spruchreif. Eine interne Stelle beim Bundesamt sowie die Kantonspolizei müssten noch damit einverstanden sein.

Das schriftliche Konzept ist bisher nicht öffentlich, unter Verschluss ist auch noch ein Gutachten der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Diese hatte im Auftrag des Bundesamtes untersucht, wie gefährlich die A13 bei Sufers ist. Das Ergebnis: Im Vergleich zu anderen Schweizer Strassen gebe es nicht mehr Unfälle, aber sie seien schwerwiegender, so Sapia.

«Massnahmen bis im Sommer umsetzen»

Die Forderung nach Tempo 80 und einem Überholverbot liegt schon seit längerem auf dem Tisch. Eine Petition aus dem Rheinwald hatte diese beiden Punkte nach einem schweren Unfall mit drei Toten und elf Verletzten im Juni 2015 gefordert. Bereits im Februar 2015, sagte der Suferser Gemeindepräsident Thomas Lechner gegenüber Radio SRF damals nach dem Unfall, habe man die gleichen Forderungen bereits gestellt.

Die Reaktion im Rheinwald ist nun positiv. Hans Hasler, Initiant der Petition, im Gemeindevorstand von Sufers und Verkehrsingenieur findet die Massnahmen sinnvoll. Nun sei einfach wichtig, dass diese bis zum Sommer umgesetzt würden – sonst übe man erneut politischen Druck aus.

Laut ASTRA-Sprecher Eugenio Sapia soll ein Teil der Massnahmen im Sommer realisiert werden, sofern alle nötigen Stellen mit dem Projekt einverstanden sind. Man rechne mit Kosten von einer Million Franken, inbegriffen seien hier auch Unterhaltsarbeiten.

*Bild: Beim Unfall am 9. Juni 2015 in der Nähe von Sufers starben drei Menschen, elf wurden zum Teil schwer verletzt.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30; habs