Als die Liegekur Davos eroberte

Vor hundert Jahren gab es in Davos rund 40 Sanatorien: Das Dorf war für seine Liegekur für Tuberkulose-Patienten weltbekannt.

Davos und auch Arosa waren ab 1870 weltbekannte Kurorte für Tuberkulose-Patienten. Zuerst waren es gutbetuchte Leute, später auch ärmere Patienten, welche langwierige Liegekuren machen mussten, um von Lungenkrankheiten und Tuberkulose geheilt zu werden.

Davos im Zentrum

Eine Ausstellung im Rätischen Museum zeigt, wie die Bündner Orte von diesem Kurtourismus profitierten und wie sich das Leben als Kurpatient abspielte. «Der Blaue Heinrich - Höhenluft und Liegekur» heisst die Ausstellung. Sie widmet sich der Zeit zwischen 1870 bis um 1950 als es allein in Davos über 40 Sanatorien gab.

Spuknapf

Im Zentrum der Ausstellung steht die Privatsammlung «Blauer Heinrich», benannt nach einem gläsernen, blauen Taschenspucknapf. Die zahlreichen Objekte, welche hauptsächlich aus dem ehemaligen Davoser Sanatorium Schatzalp stammen, dokumentieren die damals üblichen Therapien.

Im Ausstellungsrundgang mit dem Regionaljournal erzählt Kuratorin Silvia Conzett über diese Kuren und über die Spuren, welche die Davoser Kurgäste hinterliessen.