Als Luthers Gesinnungsfreund Graubünden reformierte

Ilanz vertritt Graubünden beim Jubiläum der Reformation. Doch wer war der Mann, der Graubünden reformierte? Pfarrer Fritz Peer hat sich mit der Geschichte der Bündner Reformation und ihrem Zugpferd Johannes Comander intensiv befasst.

Johannes Comander kam um das Jahr 1482 in Maienfeld zur Welt. Später lernte er in St. Gallen und Basel. Er schloss Freundschaften mit den Reformatoren Vadian und Zwingli.

Fritz Peer beschäftigt sich schon lange mit Johannes Comander. In seiner aktiven Zeit als reformierter Pfarrer predigte Fritz Peer viele Jahre in der Comanderkirche in Chur. «Weltweit die einzige Kirche mit diesem Namen», fügt Peer an. Er schrieb zu Comanders Ehren das Festspiel «Soli Deo Gloria» und verbrachte für die Recherchen viel Zeit im Bündner Staatsarchiv.

Die Bündner Kirche wird reformiert

Comander stiess die Reformation der drei Bünde an. Die Bündner Synode, ein jährliches Treffen der reformierten Pfarrer, entstand später auf Comanders Anregung hin. Johannes Comander lebte und wirkte hauptsächlich in Chur.

Er beteiligte sich jedoch auch an den Ilanzer Religionsgesprächen. Ilanz erhält nun, nicht zuletzt wegen der Beteiligung von Johannes Comander, als eine von sechs Schweizer Städten das Label Reformationsstadt. Dies anlässlich des Reformationsjubiläums. Dieses wird im Jahr 2017 Gefeiert. Die ganze reformierte Weltkirche will sich daran beteiligen.

Angefangen hat alles in Europa, vor 500 Jahren. Dort begannen verschiedene Reformatoren die Kirche zu kritisieren. Der bekannteste von ihnen ist wohl Martin Luther in Deutschland. Heute ist die reformierte Kirche international.