Alte Seilbahnen als schützenswerte Bauten

Standseilbahnen, Bügellifte, Luftseilbahnen: Spezielle Bahnen nimmt das Bundesamt für Kultur ins Schweizer Seilbahn-Inventar auf. Das führt gelegentlich zu Konflikten mit Bahnbetreibern.

Die erste touristische Seilbahn der Welt, eine der ersten Luftseilbahnen, der weltweit erste Bügellift: Die Schweiz ist ein regelrechtes Pionierland in Sachen Seilbahnen. Deshalb sei die Schweiz auch das erste Land, das den Seilbahnenbestand kulturhistorisch analysiere, so Oliver Martin vom Bundesamt für Kultur (BAK).

Martin ist beim BAK verantwortlich für den Heimatschutz und die Denkmalpflege. Darunter fällt auch das Seilbahn Inventar. Im Gespräch mit dem «Regionaljournal» von Radio SRF erklärt er, es seien nur spezielle Bahnen ins Inventar aufgenommen worden, die etwa durch ihre einzigartige Technik auffallen würden.

67 Seilbahnen von nationaler Bedeutung

129 von 3000 Seilbahnen in der Schweiz sind im Inventar, davon sind 67 «von nationaler Bedeutung». Trotz der vergleichsweise geringen Anzahl gibt es gelegentlich Differenzen mit Seilbahnbetreibern. Etwa in Laax: Hier verzögert sich der Bau einer neuen Gondelbahn, weil die alte La Siala-Sesselbahn Teil des Seilbahninventars ist.