Oberalppass Bahnverbindung soll nicht ausgebaut werden

Der Aufwand, um die Bahnverbindung über den Oberalppass wintersicherer zu machen, sei zu gross, so der Bündner und der Urner Regierungsrat.

Lawine auf Bahnstrecke

Bildlegende: Eine Lawine behindert den Bahnverkehr am Oberalppass. Keystone

  • Kantonsparlamentarier aus dem Urserental (Uri) und der Surselva (GR) hatten im November 2016 in Vorstössen kritisiert, dass die Bahnverbindung Andermatt - Disentis der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) im Winter zu häufig unterbrochen sei.
  • In ihrer Antwort weisen die beiden Regierungsräte darauf hin, dass die Bahnstrecke über den Oberalppass zu 97 Prozent verfügbar sei. Das sei ein guter Wert für eine Gebirgsstrecke, so die Bündner Regierung.
  • Die Regierungsräte sind sich einig: Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist ein Ausbau der Bahnverbindung nicht zu empfehlen. Trotzdem: Sie würden sich weiterhin für eine hohe Verfügbarkeit und Wintersicherheit der Verbindung über den Oberalp einsetzen, so die beiden Regierungen.
  • Interessensgemeinschaft mit Vertretern aus Graubünden und Uri will sich weiter dafür einsetzen, dass die Bahnstrecke auf dem Oberalppass trotzdem ausgebaut wird. Die IG fordert, dass der Bund ab 2023 bis zu 70 Millionen locker macht für die Strecke am Oberalp.