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Bergbahnen in der Krise Walliser als Vorbild für Graubünden?

270 Millionen Franken will der Kanton Wallis in einem Fonds für die Bergbahnen bereitstellen. Mit dem Geld sollen Infrastrukturprojekte der Bahnen unterstützt werden - bis zu 50 Prozent der Kosten will man so finanzieren.

Geld erhalten allerdings nur Bergbahnen, die aus eigener Kraft überleben können. Zudem sind die Gelder als Darlehen oder Bürgschaft gedacht. Die Bahnen müssten die Beträge also zurückzahlen.

Zwei Sessel kreuzen sich, aufgenommen aus der Froschperspektive.
Legende: Soll auch in Graubünden ein Fonds für Bergbahnen im Gesetz verankert werden? Keystone

Könnte das Walliser Modell eine Lösung für die Bündner Bahnen sein? Für Marcus Gschwend, Geschäftsführer beim Verband Bergbahnen Graubünden, nicht ausgeschlossen: «Zuerst werden wir die Entwicklungen im Wallis beobachten und danach allenfalls mit einem ähnlichen Vorschlag auf den Kanton zugehen.»

Wenn überhaupt, dann sollen alle profitieren können. Nicht nur die grossen und finanzkräftigen Bahnen.
Autor: Andreas AmbühlVR-Präsident Bergbahnen Tschappina

Ähnlich klingt es bei den Bergbahnen selber. Andreas Ambühl, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen in Tschappina, hofft aber, dass auch die kleinen Bahnen etwas von so einer Lösung hätten: «Wenn, dann sollen alle davon Gebrauch machen können. Nicht nur die grossen und finanzkräftigen Bahnen.»

Auch skeptische Meinungen

Deutlich nüchterner die Reaktion der Bergbahnen Arosa Lenzerheide. Dort heisst es, ein solches Gesetz habe derzeit keine Priorität. Es gebe bereits genügend Fördermittel für die Bergbahnen.

Und doch werden immer wieder neue Gelder für die Bergbahnen gefordert, auch seitens der Politik. Gut möglich also, dass die Walliser Lösung in einigen Monaten auch in Graubünden intensiver diskutiert wird.

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