Bündner Alpsommer besser als erwartet

Grau und nass war der Sommer 2014. Keine idealen Bedingungen für das Personal auf den rund 1000 Bündner Alpen. Doch nicht nur die Menschen haben gelitten, auch die Tiere. Trotzdem sei die Milchmenge heuer überdurchschnittlich, heisst es beim Plantahof.

Alp im Schlappintal oberhalb Klosters

Bildlegende: Alp im Schlappintal oberhalb Klosters: Ein nasser und kalter Alpsommer geht zu Ende. Keystone

«Es war sicher ein sehr verregneter Sommer. Trotzdem fällt die Bilanz nicht so schlecht aus, wie man erwarten könnte», sagt Curdin Foppa, beim Plantahof zuständig für die Alpwirtschaft.

«Dank des Regens hatte es immer frisches Gras auf den Alpen», gibt Foppa zu bedenken. Die Kühe hätten deshalb wohl etwas mehr Milch gegeben als in früheren Jahren. Trotzdem hat das nasse Wetter auch Probleme mit sich gebracht.

Bei den Kühen habe es deutlich mehr Klauenprobleme gegeben, sagt der Bündner Kantonstierarzt Rolf Hanimann. Wegen den nassen Böden seien die Klauen anfälliger gewesen für Verletzungen oder Infektionen.

Das Wetter habe aber auch das Alppersonal geplagt, sagt Curdin Foppa. Die Arbeit ist streng, man arbeitet eng zusammen im Team, das alleine birgt schon Konfliktpotential. Spielt das Wetter dann nicht mit, kann das schon aufs Gemüt schlagen.

So habe auch in diesem Jahr manch einer die Zeit auf der Alp vorzeitig abgebrochen, sagt Curdin Foppa. Allerdings habe er keine Hinweise, dass es heuer deutlich mehr gewesen seien.