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Graubünden Bündner Hotelierpräsident fordert Euromindestkurs

Graubünden hat in der vergangenen Sommersaison schweizweit am meisten Hotelübernachtungen verloren. Für Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden ist klar, ohne Wiedereinführung eines Euromindestkurses durch die Nationalbank, kann es nicht weitergehen.

Hotelleriesuisse Graubünden-Präsident Ernst Wyrsch
Legende: Hotelleriesuisse Graubünden-Präsident Ernst Wyrsch fordert die Wiedereinführung des Mindestkurses ZVG

In der Toursimusbranche macht sich Unmut breit. Nachdem der Präsident der Bergbahnen Graubünden öffentlich die Wiedereinführung des Euromindestkurses gefordert hatte, ziehen nun die Hoteliers nach. Aktuelle Zahlen des Bundes zeigen, Graubünden hat im Sommer 2015 175'000 Hotelübernachtungen verloren, so viele wie keine andere Region. Die Aufhebung des

Wir brauchen einen neuen Anlauf im Festsetzen eines Mindestkurses
Autor: Ernst WyrschPräsident Hotelleriesuisse Graubünden

Euromindestkurses schlage nun voll durch, sagt dazu Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden. «Es zeigt sich, dass wir einen neuen Anlauf brauchen im Festsetzen eines Mindestkurses», sagt der oberste Bündner Hotelier zu der Sendung «Regionaljournal Graubünden».

Verständnis und Skepsis im Bündner Parlament

«Ja, ich habe ein gewisses Verständnis für die Forderung der Toursistiker», sagt CVP-Grossrat Marcus. Das Grundproblem aber sieht Caduff andernorts. Der Bündner Toursimsus sei immer noch überstrukturiert, man denken noch immer zu kleinräumig. Ähnlich tönt es von Peter Peyer, SP-Grossrat aus Trin. Dem Toursimus fehle die Aussensicht, die neue Ideen bringen könnte. Und die Branche müsse sich auch fragen, warum es Regionen die konsequent auf den Asiatischen und Arabischen Markt gesetzt hätten, nun besser gehe.

«Man muss noch besser werden»

Die Logiernächte im Bündner Tourismus gehen seit Jahren zurück. Dies hat Mario Salis, Grossrat aus St. Moritz dazu veranlasst, im Sommer bei der Regierung die Frage einzureichen, ob sich der Bündner Tourismus in einer Sackgasse befinde. Die Antwort steht noch aus. Auf die aktuellsten Zahlen angesprochen sagt er: «Das ist erneut ein absoluter Tiefpunkt». Schon heute ist für ihn klar, es brauche Massnahmen, so könne es nicht weitergehen. Welche das sein könnten will er entscheiden, sobald die regierungsrätliche Antwort auf seine Anfrage auf dem Tisch liegt. Von Forderungen, den Euromindestkurs wieder einzuführen hält Rudolf Kunz, FDP Chur, nichts. Die Nationalbank werde ihre Politik kaum ändern. Die Branche müsse deshalb nun dort anpacken, wo sie Einfluss habe, beispielsweise beim Service. «Man muss noch besser werden», gibt Kunz zu Protokoll.

3 Kommentare

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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Herr Wyrsch: Sind Sie sich eigentlich bewusst, für wie viele Milliarden Franken die Nationalbank Euro kaufen müsste, um Ihrem Wunsch zu entsprechen?? Preisgünstig im Ausland einzukaufen zu können stört Sie wohl auch, gell.
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  • Kommentar von H.R. Leu-Sarasin (Natur)
    Herr Wyrsch, Sie liegen falsch. Vor allem im Oberengadin sind generell alle Preise überhöht. Nicht nur in Hotel und Ferienwohnung, auch im Restaurant (leere Bratwurst im Paradiso 28 Euro!!) Hinzu kommt, dass die Bergbahnen weder Halbtaxabo noch REKA akzeptieren. Und dann noch die Biker auf den Wanderwegen. Mehr als lästig! Ein bisschen mehr Freundlichkeit wäre auch am Platz, wenn ich bitter darf. Bei euch gibt es viel zu tun. Das alles hat mit dem Eurokurs nichts zu tun.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Ob Ernst Wyrsch wirklich weiss wo von er spricht, wenn er einen Mindestkurs verlangt, wage ich nun mal zu bezweifeln. Irgend wie glaubt wohl bald jeder, man könne das Problem einfach anderen anhängen.
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